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Ausgabe: 30. Oktober 2017

Georg Fraisl

Wacker muss wieder ein „Ungustl“ sein

Die letzten fünf Spiele! Nach dem blamablen Aus im ÖFB-Cup gegen den Regionalligsten Austria Klagenfurt (2:4) beginnt für Wacker Innsbruck heute mit dem Auswärtsmatch bei Liefering das Herbst-Finale. Das Ziel? Die Aufstiegs-Rivalen auch unterm Christbaum im Auge zu haben, um im Frühjahr voll angreifen zu können.

Selten, aber doch. Auch „Sir Karl“ kann ungemütlich werden. Sehr sogar.
Aber ... es war dem Anlass entsprechend. 2:4 beim Regionalligisten Austria Klagenfurt – das schrie nach einem Rüffel. „Wir waren im Kopf nicht richtig da. Und wenn wir nicht 100-prozentig agieren, sind wir nicht konkurrenzfähig“, polterte Wacker-Trainer Karl Daxbacher.

Wiedergutmachen können die Schwarzgrünen die Cup-Pleite nicht mehr, aber heute bei Liefering beweisen, dass das in Klagenfurt ein einmaliger Ausrutscher gewesen ist. Zumal es gegen die Jung-Bullen genau das brauchen wird, was man im Cup vermissen ließ: Spannung, Aggressivität, Körper. Nur als „Ungustl“ sind Spielwitz und Technik der Nachwuchs-Millionäre halbwegs in Griff zu kriegen.

Bei den jüngsten fünf Auswärtsspielen gegen Liefering ist das den Innsbruckern recht gut gelungen, stets fuhren die Schwarzgrünen mit drei Punkten wieder heim. „Die Bilanz ist gut, aber die nutzt uns heute nix“, knurrt Daxbacher. Logisch: Der sechste Sieg bei den Jung-Bullen soll her – die Tabellen-Situation lässt Wacker nicht viel Spielraum. Dass man als Leader in die Winterpause gehen kann, hält der Trainer für wenig realistisch: „Wenn wir in Schlagdistanz bleiben, ist das schon gut. Es warten bei Liefering und Wr. Neustadt zwei schwere Auswärtsspiele – danach weiß man mehr.“
Hupfauf macht aufgrund von Knöchelproblemen die heutige Reise nicht mit, Simon Pirkl steht vor dem Comeback.