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Ausgabe: 05. November 2017

Wolfgang Müller

FC Wacker bleibt im Rennen

Nach 17 Runden liegt der FC Wacker nur auf Platz fünf der Sky Go Erste Liga, was sich auf den ersten Blick schwer enttäuschend liest. Denn nur die beiden Erstplatzierten steigen in die neue Bundesliga-Zwölferliga auf, der Dritte muss in die Relegation gegen das Schlusslicht der tipico-Bundesliga. So bietet die Erste-Liga-Tabelle auf den zweiten Blick auch Positives, liegt der FC Wacker nach dem 1:0-Sieg beim Tabellenführer Wr.?Neustadt doch nur vier Punkt­e hinter dem Spitzenduo. „Jetzt haben wir noch drei Spiele im Herbst, da sollten wir noch möglichst viel punkten. Dann ist die Ausgangsposition für das Frühjahr sehr gut“, sieht FCW-Coach Karl Daxbacher seine Mannschaft auf Kurs Richtung Erstklassigkeit.

Nach dem „Dreier“ in Wr.?Neustadt war im Lager der Schwarzgrünen allgemeines Aufatmen angesagt. Zumal man die Mählich-Truppe zum zweiten Mal in dieser Saison klassisch matt gesetzt hatte. „Ich spiele zwar gerne Schach, aber zu viel Rasenschach gefällt mir eigentlich auch nicht. In der zweiten Halbzeit waren wir schon ein bisschen mehr am Drücker, aber es war auch Glück dabei. Letzten Endes hat ein Elfmeter entschieden“, so Daxbacher, der in seiner Pausenpredigt mehr Tempo und Risikobereitschaft forderte.

„Ich spürte das Halten am Trikot. Für mich war es ein klarer Elfmeter“, beschrieb Flo Rieder die entscheidende Szene. Flo Jamnig schnappte sich den Ball, musste lange warten, bis er den Strafstoß ausführen konnte und verwandelte dann sicher. „Da hab’ ich mir selbst des schönste Geburtstagsgeschenk gemacht. Wir waren eindeutig die spielerisch bessere Mannschaft. Von dem her ist der Sieg auch absolut verdient“, freute der 27-Jährige vor allem über drei ganz wichtige Punkte: „Wir sind wieder voll im Rennen. Zehn Punkte Rückstand wären schon heftig gewesen. Jetzt gilt es in den drei abschließenden Spielen gegen den FAC, BW Linz und Kapfenberg nachzulegen.“ Auf der Heim­reise wurde gemütlich mit einem Bier auf Jamnigs Geburtstag und ein trainings­freies Wochenende angestoßen.

Roman Mählich zog nach dem Tiroler Sieg nüchtern Bilanz. „Ich kann mit der Leistung meiner Truppe wirklich zufrieden sein. Mit dem Ergebnis natürlich nicht. Eine Situation hat das Spiel entschieden. Da bezahlen wir ein bisschen mit Unerfahrenheit“, erklärte der Wr.-Neustadt-Coach, der in diesen Tagen immer wieder auf Sturm Graz angesprochen ist. Denn der ehemalige Sturm-Profi (1995 bis 2003) wird an der Gerüchte­börse als Nachfolger von Franco Foda hoch gehandelt. „Ich hab­e noch keinen Kontakt gehabt, das ist die Wahrheit“, beteuerte Mählich einmal mehr.