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Ausgabe: 05. November 2017

Gernot Gsellmann

Statt Ballast viel Hoffnung

D ie Nervosität vor einem richtungsweisenden Spiel sei nicht größer als sonst auch gewesen. „Aber natürlich wären zehn Punkte Rückstand auf Neustadt ein schwerer Rucksack gewesen.“ Doch nun: „Werden wir bis zur Winterpause dranbleiben, vielleicht der Spitze näher rücken.“ Die Rechnung von Flo Jamnig, der mit seinem Goldtor auf der langen Heimfahrt gebührend Geburtstag feiern durfte, ist berechtigt: FAC (H), BW Linz (A) und Kapfenberg (H) – drei der letzten Vier sollten zu biegen sein. „Da darf man mit drei Siegen spekulieren. Bei allem Respekt vor den Gegnern“, blickt auch Coach Karl Daxbacher optimistisch über die Länderspielpause hinaus.
Apropos Optimismus: Den hat Jamnig längst wieder entdeckt. Mit sieben Treffern konnte er bereits seine Erste-Liga-Bestmarke von voriger Saison (6) überbieten. Nach nicht einmal der Hälfte der Meisterschaft. „Aber im vergangenen Jahr hab ich auch nicht viele Spiele gemacht ...“ Weil der arrogante Schweizer Maurizio Jacobacci für seine chronische Erfolglosigkeit einen Schuldigen benötigte, im Mittelfeld-Turbo ein Opfer fand. „Aber man sieht ja, wie schnell es im Fußball gehen kann.“ Seine Geschichte könnte die von Schwarzgrün werden.
Zumal Daxbacher nun auch alle Kaderspieler wieder zur Verfügung stehen, sich Martin Harrer oder Christoph Freitag bis zum nächsten Pflichtspiel wieder in Schwung bringen können.
Wackers Prognose: Günstig.