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Ausgabe: 15. November 2017

Gernot Gsellmann

Der Aufsteiger

Mit ihm rechneten bei Wacker die wenigsten – doch Flo Rieder nützte seine Chance spielerisch

Wirklich schnell gegangen!“ Auch wenn es stets sein Ziel war – auch der 21-Jährige muss sich immer noch an die neue Situation gewöhnen. „Es ist wie ein Traum.“

Florian Rieder ist der schwarz-grüne Überflieger.

Seit dem Cup-Erfolg in Amstetten zählt der kleine, quirlige Offensivmann zum Stammpersonal bei Wacker Innsbruck (sieben Partien in Folge in der Startelf). Das Eigengewächs nützte die verletzungsbedingten Ausfälle von Harrer, Freitag und Co. bestmöglich aus. „Weil Flo eine gute Technik und Spielverständnis hat“, lobt ihn auch sein Coach Karl Daxbacher. Und hebt im gleichen Atemzug den mahnenden Finger: „Jetzt kommt die schwierigste Zeit für ihn: Er muss die Leistungen bestätigen, der Bonus der Jugend, den er bisher hatte, ist weg.“

Rieder ist es mit seinen Anlagen allemal zuzutrauen. Zumal ihn auch sein Vater und zugleich schärfster Kritiker die Bodenhaftung nicht verlieren lässt. „Wir tauschen uns jeden Tag aus. Das tut gut.“

Auch mit seinem Superspezl Daniele Gabriele. Am Feld bilden sie das Kreativ-Duo von Wacker Innsbruck, außerhalb „bekämpfen“ sich die beiden beim FIFA-18-Videospiel. Und dort, wo Gabriele bereits war, will Rieder unbedingt hin: Nach Deutschland. „Das war immer mein Kindheitstraum. Aber davor muss ich noch viel lernen.“ Aber wenn man seine Chancen immer so eiskalt am Schopfe packt – wer weiß ...