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Ausgabe: 18. November 2017

Gernot Gsellmann

„Wir alle haben eben nur ein Ziel – siegen“

Am Ende liest sich der 3:0-Erfolg prächtig – doch Wacker Innsbruck tat sich gestern gegen den FAC lange hart. Erst Zlatko Dedic erlöste die zitternden Fans mit seinem Doppelpack. „Es ist schön für einen Stürmer zu treffen. Aber wir haben nur ein Ziel: Siegen!“ Es war der erste vom erhofften Triple-Pack bis zur Winterpause.

Wer glaubte, das würde gegen das Schlusslicht eine g’mahte Tivoli-Wies’n werden, der sah sich schnell getäuscht. Der FAC stand mit zwei Viererketten sicher, kombinierte nach vorne schnell und zielstrebig, hatte mit Ugandas Teamstürmer Lubega eine richtige Waffe. Der kleine wieselflinke Angreifer war es in der Anfangsphase auch, der für die gefährlichen Aktionen sorgte. Zuerst schob er, nachdem er Wackers Keeper Knett ausspielte, das Leder am Gehäuse vorbei (10.), dann scheiterte er im Eins-zu-eins an Knett (22.).

Erst ab diesem Zeitpunkt fanden die Schwarz-Grünen (ohne den verletzten Rakowitz) etwas besser in die Partie, ohne jedoch in die gegnerische „Box“ zu kommen. Wenn nicht viel läuft, muss eben eine Standard her – die alte Fußballer-Weisheit wurde von Wacker in die Tat umgesetzt: Ecke Harrer, FAC-Goalie Fraisl unterlief den Ball, Albert Vallci nickte dankend ein – 1:0 (38.).

Trotzdem: Es blieb bis zur 69. Minute ein Ritt auf der Rasierklinge – auch wenn die Gäste nicht mehr mit der Entschlossenheit in den Innsbrucker Strafraum vordringen konnten. Die Strafe folgte: Nach einem genialen Pass von Gabriele legte Jamnig uneigenützig auf Zlatko Dedic (2:0/69.). Zudem sah Gashi nach einem vorangegangenen Foul an Rieder die Ampelkarte.

Eine Kopie des zweiten Treffers brachte die Entscheidung: Wieder zog Jamnig alleine aufs FAC-Tor zu, bediente erneut Dedic – 3:0 (79.). Im Finish verschenkte der Slowene seinen Hattrick – er vergab einen Elfmeter (92.).