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Ausgabe: 19. November 2017

Alex Gruber

Nach erstem Semster bleibt die Lust auf (viel) mehr

Das ist "Gut" - nach dem 3:0 über den FAC schloss der FC Wacker die erste Saisonhälfte auf Tuchfühlung zu den beiden Aufstiegspläzen ab.

Innsbruck – Wenngleich der jüngste Heimsieg bis zum Führungstreffer von Albert Vallci eine schwere Geburt war, standen am Ende dann doch drei staubtrockene Punkte. Zuhause ist der FCW eine ungeschlagene Macht, „auswärts waren zum Teil unnötige Niederlagen dabei“, wie Kapitän Florian Jamnig weiß. Nachsatz: „Aber wir sind voll dabei. Jetzt heißt es noch zweimal in diesem Kalenderjahr Leistung bringen und dann werden wir sehen, wo wir stehen. Entscheidend ist immer das Frühjahr“, sagt der 27-jährige Flügelflitzer, der nach sieben Toren und vier Assists (exakt gleich viel wie Zlatko Dedic) mehrere Offerte vorliegen hat: „Das stimmt. Aber ich habe auch bei meinem Berater klar deponiert, dass ein Wechsel im Winter kein Thema ist. Ich will mit dem FC Wacker aufsteigen. Und kurz vor dem Ziel weglaufen, das passt überhaupt nicht zu mir“, unterstreicht Jamnig, der in einer stark verjüngten Mannschaft mit flacherer Hierarchie zum Führungsspieler reifte: „Die Unterschiede sind nicht mehr so groß. Wir haben ein gutes Miteinander und Freundschaften außerhalb des Platzes. Und ich bin der Meinung, dass das auch am Rasen hilfreich ist.“

„Der gute Geist“, der durch die ziemlich umstrukturierte Truppe weht, ist auch dem verantwortlichen General Manager Alfred Hörtnagl nicht entgangen: „Wir sind Schritt für Schritt stabiler geworden. Da hat man gemerkt, dass das Team zusammenwächst. Wir wollen jetzt nicht alles schönreden, aber eine Entwicklung ist erkennbar“, führt der 51-jährige Wipptaler aus, um gleich nachzulegen: „Wir haben gegenüber der Mannschaft auch mehrfach betont, dass wir uns weiter aufs Wesentliche konzentrieren müssen – also das nächste Spiel. Wir brauchen und werden uns auf keine Rechenspiele einlassen.“ Der Blick auf die Tabelle – der Rückstand auf den zweiten Fix-Aufstiegsplatz, den Wiener Neustadt hält, wurde auf zwei Zähler verkürzt – ist für Hörtnagl aber in Ordnung: „Was Punkte und Tabelle betrifft – das hätten wir vor der Saison unterschrieben. Wir sind da, was wir uns vor Beginn vorgenommen haben. Und nach einem holprigen Start haben wir kontinuierlich ohne große Ausreißer gepunktet.“

Es gibt mit der besten Defensive der Liga ein „Gut“ im Halbjahreszeugnis. Vor einem Jahr dümpelte der FCW am sechsten Rang (22 Punkte) herum. Jetzt steht die Tür zur Rückkehr in die Bundesliga offen.