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Ausgabe: 24. November 2017

Wolfgang Müller

Beim Vorletzten ist nächster Dreier fällig

Innsbruck – Nach dem 1:0-Erfolg bei Tabellenführer Wr. Neustadt und dem 3:0-Heimsieg gegen Schlusslicht FAC peilt der FC Wacker heute (20.30 Uhr) beim Vorletzten BW Linz den nächsten Dreier an. Obwohl die Oberösterreicher in Heimspielen gegen die Schwarzgrünen noch ungeschlagen sind (ein Sieg, zwei Remis), ist Karl Daxbacher vor der heutigen Abreise auf die Linzer Gugl optimistisch: „Wir sind in der Favoritenrolle und wollen bis zur Winterpause weiter voll punkten.“ Die Warnung des FCW-Trainers folgt – wie gewohnt – postwendend auf die Siegesansage. „Wie schwer es gegen Nachzügler ist, bewies die Anfangsphase gegen den FAC im Tivoli, und auch die Linzer darf man keineswegs unterschätzen.“

Stefan Rakowitz, Armin Hamzic, Okan Yilmaz (alle verletzt) und Harald Pichler (gesperrt) fehlen heute, dafür ist Dimitry Imbongo wieder im Kader. „Wichtig wird, dass wir defensiv wie zuletzt stabil auftreten, denn vorne sind wir immer für ein Tor gut“, sieht Roman Kerschbaum das Rezept für den vierten Auswärtssieg. Der will freilich erst erarbeitet werden. „Weil es wahrscheinlich keinen Absteiger geben wird, spielen die Mannschaften im hinteren Bereich ziemlich frei und unbekümmert auf“, ist Wackers Mittelfeldstrategen klar, dass man heute einmal mehr auf der Hut sein muss.

Wackers Trumpfkarte im Aufstiegspoker und speziell im Duell gegen BW Linz ist Flo Jamnig. Beim 1:1 in Linz und dem 3:0-Sieg im Tivoli erzielte der 27-Jährige alle vier Tore. Zusammen mit FCW-Sturmspitze Zlatko Dedic zeichnet er für die Hälfte der bisher 28 erzielten Meisterschaftstreffer verantwortlich. Im Kalenderjahr 2017 war der Mieminger an 19 Toren direkt beteiligt (13 Tore, 6 Assists) – Bestwert. Wenn Jamnig 2017 traf, dann gewann der FC Wacker neun von zehn Spielen bei einem Remis. Und wenn er heute nicht trifft, dafür Dedic wieder so uneigennützig „bedient“, soll es auch recht sein.