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Ausgabe: 26. November 2017

Gernot Gsellmann

Der Fischer ist die Nummer 1

Fast hätten die Nachlässigkeiten in den zweiten 45 Minuten Wacker noch die drei Zähler in Linz gekostet – aber durch Christopher Knett konnte Schwarz-Grün endgültig den Anschluss an die Spitze herstellen

Der Innsbrucker Sieg war längst am Haken. Doch fast hüpfte der dicke Auswärts-Brocken noch von der Tiroler Angel. „Wir waren von Anfang an nicht so im Spiel wie wir uns das vorgestellt hatten“, gestand Christopher Knett, „selbst nach dem 2:0, das eigentlich Ruhe hätte geben müssen, nicht.“ Linz bekam die zweite Luft – und hätte sich den Ausgleich fast noch erspielt ...

... wenn Wackers Goalie nicht alles gefischt hätte, was nach dem Anschlusstreffer auf sein Gehäuse kam. Vor allem Ante Anic verzweifelte an Innsbrucks Schlussmann: Zuerst mit einem Prachtkracher ins Kreuzeck, dann mit einem Witz-Elfer (Schimpelsberger drehte sich vom Ball weg) im Finish. „Ich hatte ja zwei Schützen am Zettel, beide hätten rechts von mir aus geschossen. Aber Anic stand nicht drauf!“ Der passionierte Hobby-Fischer änderte sein Eck, „auch weil er so gerade angelaufen ist, dadurch den Fuß früh ’aufgemacht’ hat“. Auch Karl Daxbacher wusste, bei wem er sich nach dem erzitterten 2:1-Erfolg bedanken musste. „Christopher bringt Super-Leistungen. Das war eine gute Verpflichtung.“ Auch in der letzten Herbst-Partie zu Hause gegen Kapfenberg wird der 27-Jährige der benötigte Rückhalt – er erhielt die wenigstens Gegentreffer in der Erste-Liga – sein.

Gestern durfte Knett ausspannen – heute steht er wieder parat. Aber nicht auf der Linie, sondern am Ufer. In der Nähe von Verona, an der italienischen Wasserader, dem Po: zum Welsfischen.