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Ausgabe: 01. Dezember 2017

Wolfgang Müller

Mit dem elften Heimsieg entspannt in die lange Pause

Innsbruck – „Noch einmal alles mobilisieren und mitnehmen, was möglich ist, denn im Frühjahr starten wir gleich mit drei schweren Spielen“, weiß Wacker-Kapitän Christoph Freitag, was beim heutigen Jahresabschluss der Sky Go Erste Liga ab 18.30 Uhr im Tivoli angesagt ist: „Drei Punkte, wir haben gegen Kapfenberg eine Heimserie zu verteidigen.“ In den bisherigen neun Heimpartien blieben die Schwarzgrünen bislang ungeschlagen, holten 21 von 27 möglichen Punkten und kassierten nur drei Gegentreffer. Mit dem elften Saisonsieg und 38 Zählern wollen sich die Innsbrucker noch entspannter in die lange Winterpause verabschieden.

Die Rasenheizung läuft, die ersten 500 Tivoli-Besucher erhalten schwarzgrüne Hauben und die Fans organisieren eine Becher-Spendenaktion für den Verein für Obdachlose. Motto: Glühwein gegen die soziale Kälte. Frostig wird es auch ab 18.30 Uhr werden. „Da ist es fast angenehmer zu spielen als zuzuschauen“, schmunzelt Trainer Karl Daxbacher, der nach den knappen Siegen gegen Wr. Neustadt und beim FAC den dritten Dreier in Serie eingeplant hätte. „Wir haben uns gegen die Kapfenberger heuer schwergetan, aber wenn wir unsere Qualität ausspielen, dann ist ein Sieg drinnen.“ Der FCW-Coach muss gegen die Steirer umstellen. Michael Schimpelsberger ist gesperrt, Florian Rieder fehlt erkrankt, Armin Hamzic und Okan Yilmaz sind verletzt, hinter Zlatko Dedic (Bauchmuskel-Überdehnung) und Stefan Rakowitz steht noch ein Fragezeichen.

„Nach den letzten Wochen sind wir personell, geistig und auch körperlich schon etwas ramponiert“, meinte KSV-Coach Stefan Rapp nach der bitteren 0:5-Heimpleite gegen Liefering. Auf drei Gesperrte müssen die Steirer zudem verzichten. Auf die Statistik – Kapfenberg verlor nur eines der letzten sieben Erstligaduelle gegen den FC Wacker – gibt der Tiroler Coach nicht besonders viel. Kampflos auf die Schlachtbank Tivoli will man sich aber auch nicht führen lassen. „Im Fußball gibt es erfahrungsgemäß immer eine Chance“, so Rapp, der heute um 10.30 Uhr mit seinem Team in den Bus steigt und rund zwei Stunden vor Spielbeginn im Tivolistadion „eincheckt“.