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Ausgabe: 02. Dezember 2017

Wolfgang Müller

Nur ein Punkt gegen Kapfenberg

Zum Jahresabschluss musste sich der FC Wacker gestern vor 1644 frierenden Zuschauern gegen den SV Kapfenberg mit einem 1:1-Remis zufriedengeben und überwintert nun auf dem dritten Tabellenplatz.

Innsbruck – Aus dem vierten Sieg in Serie zum Abschluss der Erste-Liga-Herbstsaison wurde nichts, denn der FC Wacker erreichte gestern vor 1644 Zuschauern gegen Kapfenberg nur ein 1:1. „Schade. Nach dem Ausgleich habe ich schon gedacht, dass wir drei Punkte holen. In der zweiten Halbzeit waren wir besser und hätten uns den Sieg schon verdient“, bilanzierte FCW-Trainer Karl Daxbacher im Anschluss doch etwas enttäuscht.

Als ob es nicht schon frostig genug gewesen wäre, begann das Spiel für die Schwarzgrünen auch noch mit einer kalten Dusche. David Sencar brachte seine Steirer, die erst zwei Stunden vor Spielbeginn aus dem Bus gestiegen waren, in Führung (8.). Der KSV-Kapitän zog vom Sechzehner ab und der Ball landete via Innenstange im Wacker-Tor. Ein Weckruf für die Hausherren, die so wie gegen den FAC den Start regelrecht verschliefen. Die Reaktion auf den Rückstand konnte sich dafür sehen lassen – zunächst scheiterte Flo Jamnig (10.) an KSV-Goalie Paul Gartler, dann erzielte Matthias Maak (17.) nach einem Eckball von Daniele Gabriele per Kopf den Ausgleich. Zwei Minuten später vergab Zlatko Dedic nach einem herrlichen Angriff über Gabriele und Jamnig einen „Sitzer“ auf den Führungstreffer.

In der Folge flachte das Spiel zusehends ab, Wacker-Chancen blieben bis zum Pausenpfiff Mangelware. Was Karl Daxbacher auf der Seitenlinie sichtlich ärgerte. Bei den Tirolern spielte Lukas Hupfauf für den gesperrten Michael Schimpelsberger in der Verteidigung, Kapitän Christoph Freitag rückte für den erkrankten Flo Rieder in die Startelf.

Nach dem Wechsel wurde Hupfauf durch Abwehr-Routinier Harald Pichler ersetzt. Und es brauchte wieder eine längere Anlaufzeit, bis die FCW-Profis auf Touren ka­men. In der 55. Minute ver-hinderte Maak mit einer sehenswerten Abwehr sogar die Führung der Gäste. Erst in der 65. Minute hatten die frierenden Fans wieder einen Torschrei auf den Lippen, doch Dedic traf nach einer Kopfballvorlage von Dominik Baumgartner nur die Querlatte. In der Folge drückten die Innsbrucker auf den Siegestreffer, doch die vom Tiroler Stefan Rapp betreuten Kapfenberger wehrten sich tapfer, hatten auch Glück (elferverdächtiges Foul an Harrer/86.) und konnten sich nach dem Schlusspfiff mit einem Punkt im Gepäck auf die weite Heimreise machen. „Meine Rumpfmannschaft hat Moral gezeigt. Einen Punkt im Tivolistadion muss man erst einmal holen“, zollte Rapp seiner Mannschaft ein Pauschallob.