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Ausgabe: 03. Dezember 2017

Gernot Gsellmann

„Problemkind“, ade

Als Aufstiegskandidat gestartet, nun mittendrin. Und doch kann Innsbruck mit den ersten 20 Runden nicht restlos zufrieden sein!

Der Umbau (nur neun blieben im Sommer) war groß: viel Routine weg, viel Jugend & Schnelligkeit rein. „Das war zu Beginn der Saison eine nicht so leichte Aufgabe. Aber mit der Zeit wurde es besser.“ Karl Daxbacher weiß jedoch, dass es zum Ziel noch ein weiter Weg wird. „Auf dem zeichnet sich ein Team aus, das mit der Favoritenrolle umgehen kann.“ Wo’s bei Schwarz-Grün beizeiten noch etwas haperte.

+ Defensives Bollwerk. Das Problemkind der vorigen Saison entwickelte sich prächtig. Die wenigsten Gegentreffer, mit Christopher Knett einen würdigen Ersatz für Pascal Grünwald gefunden. Und U21-Teamspieler Dominik Baumgartner wächst immer mehr zum Führungsspieler heran.

+ Temporeiches Umschaltspiel. Durch die neue Frische kam auch mehr Wind in das schwarz-grüne System. Durch Gabriele, Rieder oder Rakowitz läuft der Gegner oftmals nur hinterher.

+ Festung Tivoli. Trotz unnötigen Punkteverlusten (wie am Freitag gegen Kapfenberg/1:1) ist Wacker zu Hause wieder eine Macht. Selbst wenn man den Gegnern das Spiel überlässt (wie Wr. Neustadt).

? Nerven vor dem gegnerischen Tor. Das größte Übel! Niemand in der Liga ließ so viele Großchancen liegen wie die Innsbrucker. Damit macht sich der Titel-Mitfavorit das Leben selbst schwer. Ein zweiter Top-Mann im Sturm wäre nötig.

? Fehlende Souveränität. Klar – die Mannschaft hat eine Verjüngung hinter sich. Doch vor allem gegen die Nachzügler müssen Kerschbaumer und Kollegen um ein Stück dominanter auftreten.

? Die vielen Verletzten. Nur ganz selten konnte Karl Daxbacher aus dem Vollen schöpfen. Für den Kampf um den Pflicht-Aufstieg darf sich dies im Frühjahr nicht wiederholen.