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Ausgabe: 03. Dezember 2017

Wolfgang Müller

Das Positive überwiegt

Als Tabellen-Dritter mit zwei Punkten Rückstand auf das Führungsduo SV Ried und Wr.?Neustadt setzt der FC Wacker auf das Frühjahr.

Innsbruck – Nach dem 1:1 gegen Kapfenberg war die Stimmung in der Wacker-Kabine frostig. Der Frust über zwei verschenkte Punkte war den FCW-Profis ins Gesicht geschrieben. Den Jahresabschluss hatte man sich anders vorgestellt. Dass es nur zu einem Punkt gegen die sich tapfer wehrenden Kapfenberger reichte, hatte jene Gründe, die schon im gesamten Herbst zu so manchem Punktverlust führten: verschlafener Start, mangelnde Chancenverwertung und zu viele Fehler im Spielaufbau.

Die enttäuschte Mannschaft wurde noch in der Kabine von Trainer, General Manager und Präsident aufgerichtet. „Das Positive überwiegt“, lautete das Motto, denn im Aufstiegspoker hat der FC Wacker mit Platz drei und nur zwei Punkten Rückstand auf das Führungsduo Ried und Wr.?Neustadt immer noch gute Karten.

„Aufstiegsfavorit Nummer eins ist und bleibt Ried, aber wir sind auch voll im Rennen“, blickt Karl Daxbacher auf eine Herbst-Saison zurück, die nicht optimal, aber doch zufriedenstellend verlief. „Die Mannschaft wurde völlig neu zusammengestellt und wir wussten nicht so recht, wo wir stehen“, so Daxbacher, der optimistisch in die Zukunft blickt: „Weil Einsatz, Wille und Teamgeist voll intakt sind, die Mannschaft immer dann, wenn es darauf ankam, funktionierte.“

Und das muss sie dann erst recht ab dem Frühjahrsstart – am 23. Februar beginnt das Fußball-Jahr 2018 mit dem Auswärtsspiel gegen die starken Hartberger, dann folgt das Heimspiel gegen Lustenau und das Derby in Wattens.

„Wir sind im Tivoli ungeschlagen, sind zuhause wieder eine Macht. Das Team hat sich gut entwickelt und wir sind vorne platziert. Das haben wir uns vorgenommen und jetzt können wir mit einem guten Gefühl in die kurze Pause gehen“, zog Alfred Hörtnagl vor der gestrigen Weihnachtsfeier in den Tivoli-VIP-Räumen eine positive Bilanz.

Bis zum Trainingsstart am 8. Jänner verabschieden sich die Spieler mit individuellen Programmen in die Pause. Das Trainingslager ab 29. Jänner auf Teneriffa ist fixiert, die Winter-Übertrittszeit wird aus Wacker-Sicht wohl eher ruhig verlaufen.