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Ausgabe: 03. Dezember 2017

Wolfgang Müller

Im Zielsprint muss man vorne sein

Mit einem Vergleich zum Radsport munterte Wacker-Präsident Gerhard Stocker seine enttäuschte Profimannschaft nach dem mageren 1:1 gegen Kapfenberg wieder auf. Vor dem Zielsprint im Frühjahr hat sich der FC Wacker im Feld der Verfolger eine gute Angriffsposition geschaffen. Und aus dem Windschatten heraus sollen bzw. müssen die Schwarzgrünen den Sprung zurück zur Erstklassigkeit schaffen. Dann wäre die seit Jahren herbeigesehnte Tiroler Schiene – FC Wacker in der Bundesliga, Wattens in der Sky Go Erste Liga, die FCW-Amateure in der Westliga und die WSG-Zweiermannschaft in der Tiroler Liga – endlich Realität.

So richtig locker kann sich der FC Wacker freilich nicht auf den Zielsprint konzentrieren, denn die noch zweitklassigen Innsbrucker sind zum Siegen bzw. zum Aufstieg förmlich verdammt. Im Jahr der Reform nicht in der neuen Bundesliga-Zwölfer-Liga vertreten zu sein, sondern im zweitklassigen 16er-Fehlkonstrukt dahinzuvegetieren, käme wohl einer Bankrotterklärung für die Kickerei im Tivolistadion gleich und würde den gesamten Fußball im Land extrem schaden. Mit diesem Druck muss der FC Wacker leben. Was das Arbeiten im sportlichen, aber auch wirtschaftlichen Bereich nicht leichter macht. Aber wenn die Schwarzgrünen im Zielsprint dann ganz vorne sind, gehen sie gestählt in die Zukunft.