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Ausgabe: 15. Dezember 2017

Thomas Pichlmann

Das Wacker-Problem mit dem Athletik-Trainer

Der FC Wacker muss zum zweiten Mal hintereinander im Jänner nicht nur den Spielermarkt für Spielertransfers durchleuchten, sondern sucht auch schon wieder einen Athletik-Trainer. Nachdem Andreas Pröller erst vor einem Jahr Karl Schwarzenbrunner (wechselte zum deutschen Eishockeybund) folgte, geht auch der Andi nicht den Wacker-Weg weiter. Er lehnte ein Angebot, exklusiv für den Verein zu arbeiten, ab, bleibt lieber Athletik-Trainer von mehreren Mannschaften (u.?a. bei den Swarco Raiders). Das Risiko, alles auf die Karte Wacker zu setzen und im Fall eines Nichtaufstiegs mit leeren Händen dazustehen, war eventuell auch ein Grund.

Aber was bedeutet das jetzt und warum ist es eigentlich so wichtig, einen Athletik-Trainer zu haben?

International ist es üblich, dass Trainer ihre Athletik-Trainer mitnehmen und als fixen Bestandteil in ihrem Trainerstab haben. Diese genießen auch einen hohen Stellenwert, weil nur körperlich topfitte Spieler ihr Potenzial voll ausschöpfen können, leichte Verletzungen vermeiden (Muskelfaserrisse). Und jeder Trainer weiß – das entscheidet über Sieg und Niederlage.

Der FC Wacker muss wohl an gewissen Positionen im Verein mehr sparen als andere, aber eines ist klar: In der Ersten Liga haben die Tiroler neben Ried den besten Kader, die qualitativ stärksten Einzelspieler und beide müssen aufsteigen. Also sollte der Klub für Karl Daxbacher einen Mann engagieren, der ihm an jedem Spieltag topfitte Akteure zur Verfügung stellt, um den Aufstieg zu schaffen. Ich als Spieler hätte es mir gewünscht. Und ich glaube, für die aktuellen Spieler gilt das auch: damit zum Trainingsauftakt im Jänner am Tivoli ein absoluter Fachmann sein Amt antritt, der dann hoffentlich ein wichtiger Teil am Weg in die Bundesliga ist.