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Ausgabe: 31. Dezember 2017

Gernot Gsellmann

„Mein neuer Abschnitt“

 

Thomas Bergmann fand keinen geeigneten Verein mehr – daher entschied sich der Wahl-Tiroler für eine Zukunft ohne Profifußball

Bereits im Herbst hast du anklingen lassen: Ich muss nicht unbedingt Profi bleiben. Nun ist es so weit.

Und darüber bin ich glücklich! Weil ich wusste, dass es auch einen anderen Weg gibt. Bei meinem neuen Job in der Gebietskrankenkasse habe ich auf jeden Fall auch hohe Ziele.

Und nebenbei kickst du im Frühjahr beim Tirol-Ligisten FC Zirl.

Das lag auf der Hand. Ich trainiere seit langem in Zirl, ich führte sehr gute Gespräche mit Obmann Martin Plattner. Der Klub und die Leute sind bereits wie eine Familie für mich.

Aber mit 28 Jahren von der Profi-Bühne abzutreten, ist auch etwas früh...

... durch das neue Ligasystem werd ich in meinem Alter nicht der letzte sein! Aber ich hab’s ja bis zum letzten Moment probiert – doch es war nichts dabei, bei dem ich ein gutes Gefühl hatte, es probieren zu müssen. Es gab Angebote, eines aus der deutschen dritten Liga, eines aus Zypern, auch aus der Erste-Liga. Aber ich wollte wegen meiner Frau Carina und unseres Lion nicht mehr fünf- oder sechsmal hin- und herziehen.

In Tirol gibt’s mit Wacker Innsbruck und Wattens ja zwei Erste-Ligisten.

Es gab Kontakt mit beiden. Und klar wäre es ideal gewesen, nach meiner Rückkehr aus Ried bei Wacker spielen zu können – weil mein Herz am Verein liegt, ich mit meiner Familie in Neu-Götzens ein Haus baue.

So gehen zehn Jahre Profi-Leben bei Rapid, Wacker und Ried zu Ende.

Schön war’s. Aber jetzt startet mein neuer Abschnitt.