Impressum

Ausgabe: 05. Januar 2018

Alex Gruber

Ried setzt mit Prosenik noch ein Zeichen

Winterkönig Ried rüstet im Titelkampf der Sky Go Erste Liga mit Rapid-Angreifer Philipp Prosenik nach. Die WSG Wattens testet bald ein Juwel.

Innsbruck – Mit der besten Offensive der Liga (44 Tore) und treffsicheren Spielern wie Lassaad Chabbi (15), Thomas Fröschl (9) oder Ilkay Durmus (6) hätte der SV Ried an der Tabellenspitze eigentlich keine Notwendigkeit, nachzujustieren. Gestern gaben die Innviertler aber die Verpflichtung von Philipp Prosenik durch. Der 24-jährige Angreifer unterschrieb für zweieinhalb Jahre und will nach einem frustrierenden Halbjahr bei Rapid wieder durchstarten. Alles andere als die Rückkehr in die Bundesliga käme beim SV Ried ja ohne­hin einem Horror­szenario gleich.

„Wir konzentrieren uns auf uns und sind sauber aufgestellt. Wenn sich bei uns etwas tun sollte, dann nur auf einer Position“, lockte der Prosenik-Transfer Wackers General Manager Alfred Hörtnagl nicht groß aus der Reserve. „Die wollen halt unbedingt hinauf“, notier­t Wattens-Coach Thommy Silberberger den Ried-Transfer in aller Ruhe. Um im Hinterstübchen daran zu denken, ob nicht Trainersohn Lassaad Chabbi vielleicht wieder ein besser dotierte­s Angebot habe.

Die WSG Wattens wird in der kommenden Woche übrigens auch einen interessanten Mann aus den Multikulti-Quellen des FC Liefering testen. Angreifer Mamby Koit­a (Mali/19 Jahre) wurde im Herbst bei Westligist SV Grödig geparkt, wo er zwölf Treffer markierte. „Wir haben grundsätzlich keine Winterzugänge geplant. Die Möglichkeit, in guter Zusammenarbeit mit dem FC Liefering so einen interessanten jungen Mann zu testen, wollen wir aber nicht ungenützt verstreichen lassen“, sagt WSG-Sportmanager Stefan Köck. Koita wird Mitte nächster Woche in Wattens erwartet und soll auch das erste Testspiel gegen Bundesligist Altach (13.1.) bestreiten.