Impressum

Ausgabe: 10. Januar 2018

Kronen Zeitung

„Es ist sehr hart, Profi zu sein“

Mario Konrad spielte bei Rapid, jetzt in der vierthöchsten Spielklasse in Leobendorf. Er kennt sowohl das Profigeschäft als auch den Unterhaus-Fußball. „Wenn du Talent hast, musst du es probieren, Profi zu werden. Aber nur bis du 20 bist. Dann musst du zumindest den Sprung in die Bundesliga schaffen.“ Denn das Leben als Profi ist hart. Wie auch FAC-Tormann Martin Fraisl weiß: „Mit Prämien kann man sich helfen. Aber ohne Erfolg und somit ohne Prämien ist es vor allem für viele junge Spieler schwer. Da muss etwa ein Maurer am Wochenende nicht zusätzlich arbeiten gehen, um leicht genauso viel zu verdienen.“ Dass Spieler mit Existenzängsten keine Seltenheit sind, bestätigt Fraisl: „Die sind keine Ausnahme. Da gibt's einige. Ältere Spieler, die teils Familie haben, müssen mit den Gehältern ordentlich kämpfen.“

Dass Vereine in der reformierten Ersten Liga ab kommender Saison keine Profis mehr anstellen müssen, sondern auch mit Amateuren spielen können, erschwert die Situation. „Wir müssen dann nicht mehr den Kollektivvertrag zahlen“, so Horns Obmann Rudi Laudon. „Das ist schlecht für die Spieler. Verständlich, dass Routiniers im Unterhaus anheuern.“