Impressum

Ausgabe: 10. Januar 2018

Gernot Gsellmann

Ruhe da, Überangebot dort

Gegen Ende Jänner wird Gerhard Stocker eine Zwischen-Bilanz vorlegen – um den Weg zur Lizenzierung, knapp zwei Monate vor Abgabe, transparenter zu gestalten. Nur so viel vorweg: Es schaut gut aus.

Auch sportlich mit nur zwei Punkten Rückstand auf Leader Ried – selbst wenn sich Wacker Innsbruck in der winterlichen Transfer-Periode keine neuen Spieler gönnen wird. Besser leisten kann.
„Unser Kader ist gut genug“, lässt auch Coach Karl Daxbacher über das erklärte Aufstiegsziel keine Zweifel offen.

Welches nicht einmal durch den Kaufrausch des Kontrahenten aus dem Innkreis ins Wanken gerät. Bereits im Sommer wurde nach dem Abstieg 70 Prozent der Mannschaft ausgetauscht, nun kommen weitere Hochkaräter hinzu: Rapids Philipp Prosenik, der Ried sogar den Vorzug gegenüber Bundesligist Altach gab (wohl nicht dem schönen Stadion wegen!) und der brasilianische FAC-Künstler Flavio dos Santos heuerten beim Top-Favoriten mit dem Sechs-Millionen-Budget (!) an. Dabei besitzt Lassaad Chabbi mit Wießmeier, Stankovic, Fröschl, seinem Sohn Seifedin, Walch, Mayer oder Durmus bereits über bundesliga-taugliche Offensivkräfte. Die Qual der Wahl könnte für Ried zum Problem werden: Denn wer setzt sich im Frühjahr schon gerne auf die Bank?

Die Ruhe scheint gefährdet – jene, die ausnahmsweise mal in Innsbruck garantiert ist. Vorerst.