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Ausgabe: 04. Februar 2018

Gernot Gsellmann

Alles tun für „oben“

Ilyes Chaibi soll Wacker auf dem Weg in die Bundesliga helfen. Der 21-jährige Neuzugang stellte sich auf Teneriffa den „Krone“-Fragen.

W arum hast du dich für Wacker Innsbruck entschieden? Warum dauerten die Verhandlungen so lange?

Ich war eine Woche hier in Tirol auf Probetraining und habe die Mannschaft vom ersten Moment an cool gefunden – wie die Jungs zu mir waren und wie sie mich aufgenommen haben, war super. Der erste Eindruck war insgesamt einfach gut. Es hat länger gedauert, weil ich mir bewusst Zeit nehmen wollte. Ich habe mich früher schon einmal schnell für einen Verein entschieden und bin damit nicht glücklich geworden. Deshalb habe ich ausgiebig mit meiner Familie gesprochen. Nun bin ich mir sicher.

War es zum Start in Innsbruck nicht ein richtiger Kulturschock – u.a. vom mondänen Monaco in die winterlichen Berge – für dich?

Das hat mich nicht gestört. Ich bin selbst in Bron nahe Lyon geboren, in der Akademie von Évian ausgebildet worden. Dort gibt es auch genügend Berge. Ich war überhaupt nicht schockiert – im Gegenteil!

Wie lauten deine persönlichen Ziele bei diesem Engagement? Wie leistungsstark ist Wacker nach deinem ersten Eindruck?

Mein größtes Ziel ist es, der Mannschaft zu helfen in die Bundesliga aufzusteigen. Mein zweites, so oft wie möglich zu spielen. Die Mannschaft hat viel Potenzial. Es gefällt mir, wie wir den Ball halten können, dann schnell umschalten und den Konter spielen. Diese Spielweise war ein Mitgrund für meinen Wechsel, hat die Entscheidung bekräftigt. Diese Art zu spielen liegt mir. Wacker hat genug gute Spieler: Wenn einer ausfällt, ist der nächste sofort da.

Hast du immer noch Kontakt mit deinem Spezi Kylian Mbappe? Wann und wie?

Wir sind gute Fußball-Kollegen, haben zusammen gespielt und eine gute Verbindung zueinander. Wir haben damals vor seinem Wechsel nach Paris darüber gesprochen und hatten viel miteinander zu tun. Heute ist das natürlich weniger. Über Social Media schreiben wir uns ab und zu, aber nicht jeden Tag.

Glaubst du, dass die Sprachbarrieren (kein Deutsch & Englisch) ein Hindernis werden könnten?

Auf dem Platz sicher nicht – da sprechen wir alle nur eine Sprache! Außerhalb ist es schon schwerer. Aber es geht schon, vor allem wenn Dimi (Anm. Dimitry Imbongo) neben mir ist. Ein wenig Deutsch werde ich auch noch lernen. (lacht)

Kommt noch jemand nach – oder absolvierst du das Abenteuer Wacker alleine?

Ich bin fünf Monate mit meiner Amina verheiratet. Sie wird bald nachkommen. Das ist natürlich schön.