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Ausgabe: 01. April 2018

Wolfgang Müller

FC Wacker voll auf Wr.Neustadt fokussiert

Nach dem Sieg gegen Liefering hofft der FC Wacker am Ostermontag im Duell gegen den Zweiten auf Rekordbesuch.

Innsbruck – 3398 Fans feierten im Tivoli den 2:1-Sieg gegen Liefering, am Ostermontag hofft der überlegene Erste-Liga-­Tabellenführer, dass die „5000er-Marke“ geknackt wird. Schließlich schwimmt Schwarzgrün im Jahr 2018 auf einer Erfolgswelle. Fünf Siege in Serie stehen im Frühjahr zu Buche, der FC Wacker befindet sich klar auf Kurs tipico-Bundesliga. Mit einem Sieg am Montag ab 18.30 Uhr gegen den ersten Verfolger Wr. Neustadt könnten die Weichen schon voll auf Aufstieg gestellt sein. Davon will man im Lager des FC Wacker freilich noch nichts hören. „Ich bin schon zu lange im Fußball und weiß, was alles passieren kann. Schritt für Schritt ist die Devise, also voller Fokus auf Wr. Neustadt“, meinte General Manager Alfred Hörtnagl nach dem halbstündigen Zittern gegen die Nachwuchs-Weltauswahl der Bullen. Den Ball hält auch Trainer Karl Daxbacher weiter flach: „Wenn man so viel hintereinander punktet, dann ist das natürlich eine gut­e Voraussetzung. Ich habe im Fußball schon viele Dinge erlebt. Auch, wie schnell klare Vorsprünge verspielt und erhebliche Rückstände aufgeholt werden können.“

Fakt ist, dass die Tiroler seit 30. Oktober ungeschlagen sind, im Tivoli 28 von möglichen 36 Punkten eroberten, mittlerweile sieben Punkte Vorsprung auf Verfolger Wr. Neustadt aufweisen und von der Konkurrenz als „klarer Aufstiegsfavorit“ abgestempelt werden. Davon lassen sich die Spieler freilich nicht blenden. Denn dreimal musste im Frühjahr ein Rückstand aufgeholt werden, und gezittert wurde praktisch in jedem Spiel.

„Ob es verdient war oder nicht – wir haben 2:1 gewonnen und nur das zählt“, bilanzierte Christopher Knett nach dem Schlusspfiff am Freitag. Der Wacker-Goalie hatt­e im Schlussabschnitt mehr zu tun, als ihm lieb war: „Ich habe in einem intensiven und schwierigen Spiel nur meinen Teil zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung beigetragen.“

Torjäger Zlatko Dedic, dessen Vertrag so wie bei vielen FCW-Kaderspielern bei Aufstieg automatisch verlängert wird, freute sich über seinen Doppelpack, dachte aber auch gleich an die nächst­e Aufgabe: „Nach dem Anschlusstreffer haben wir den Faden komplett verloren. Das müssen wir analysieren und gegen Wr.?Neustadt besser machen. Für mich zählt, dass ich der Mannschaft helfe und wir damit unser Ziel erreichen.“

Personell wird sich im Schlager gegen Wr. Neustadt nicht viel ändern. Christoph Freitag und Stefan Rakowitz fallen weiter verletzt aus, Michael Schimpelsberger, der gegen Liefering mit Schwindel vom Feld musste, ist fraglich.