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Ausgabe: 01. April 2018

Alex Gruber

Nur Fohlen reichen für Liga zwei nicht

Der SV Grödig zeigte den Wacker-Fohlen gestern beim 5:0 Grenzen auf. Was bezüglich des anvisierten Aufstiegs in Liga zwei auch einen Auftrag bedeutet.

Innsbruck – Der FC Wacker Innsbruck steht in dieser Saison mit den Profis, dem zweiten und dritten Team womöglich vor einem dreifachen Aufstieg. Jener von der zweiten Klasse Mitte in die erst­e ist dabei ein Klacks.

Eine Etage unter den Profis, die auf dem besten Weg zurück in die Bundesliga sind, sieht die Lage anders aus. Der FC Wacker suchte bezüglich seiner Fohlen bei der Bundesliga ja um einen Aufstieg in die zweite Liga an. Und selbst wenn die sich nächste Saison in abgespeckter Form präsentieren wird, lieferte die Heimniederlage gegen Grödig ein Beispiel, dass die Schwarzgrünen auch das zweite Team mit mehr Erfahrung und Kaderspielern aufrüsten müssen. Gestern lag das Durchschnittsalter in der Startelf bei 18,63 Jahre.

Es war irgendwie eine verkehrte Welt gestern am Tivoli-Nebenplatz. Da spielten die Salzburger, die als Tabellenführer schon vor der Winterpaus­e den Aufstiegsverzicht verkündet und im Winter hochkarätige Spieler (z.?B. Jukic, Koita) verloren hatten, in Sachen Robustheit ihren Vorteil gegenüber den Wacker-Youngsters vor allem bei den Standardsituationen aus. Das dürften auch Cheftrainer Karl Daxbacher und General Manager Alfred Hörtnagl auf der Tribüne nicht anders gesehen haben.

„Ich finde, dass wir vom Tempo keine Probleme hatten. Ich weiß keine herausgespielte Chance von ihnen. Bei den Standards ergeben wir uns aber oft unserem Schicksal“, analysierte Coach Thommy Grumser nach dem Spiel. „Natürlich wissen wir, dass wir uns für die 2. Liga verbessern müssen. Es geht um eine Philosophiefrage und Grundausrichtung. Wenn wir so jung bleiben wollen, müssen wir auch im Ausland scouten. So wie jetzt haben wir alle Hände voll zu tun, dass wir es in der Regionalliga schaffen. Es ist legitim, dass wir uns schwertun. Wenn wir hochgehen, müssen wir den Kader klarerweise adaptieren“, sprach Grumser bedacht.

Absagen: Für Kitzbühel fiel das Heimspiel gegen Pinzgau gestern witterungsbedingt ebenso ins Wasser wie für Wörgl das Gastspiel in Hohenems. Stattdessen wurde zuhause trainiert. „Das Nachtragsspiel gegen Anif wollen wir am Montag aber unbedingt spielen“, sagt Kitz-Coach Alex Markl. „Wir hätten in Hohenems sowieso rotiert“, notiert Wörgl-Coach Denis Husic mit Blick auf das Cup-Viertelfinale gegen Kundl am Ostermontag.