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Ausgabe: 03. April 2018

Georg Fraisl

Der Torjäger konnte ohne Treffer glänzen

War’s das schon? Mit einem 2:0-Heimsieg über Wiener Neustadt baute Wacker Innsbruck gestern die Führung in der Tabelle auf die Konkurrenz auf zehn Punkte aus. Da müsste es in den verbleibenden zehn Runden schon mit dem Teufel zugehen. Es war der sechste Wacker-Erfolg im sechsten Frühjahrsspiel, bei dem Zlatko Dedic auch ohne Treffer glänzte.

Am Karfreitag glänzte Zlatko Dedic gegen Liefering mit zwei Toren als gnadenloser Vollstrecker – am Ostermontag glänzte der 33-Jährige mit seinen Qualitäten als Vorbereiter.

Beim 1:0 durch Gabriele ließ Wackers 9 den exzellenten Pass von Rieder mit großer Übersicht passieren, der Deutsche schoss gleich hinter der 16er-Linie staubtrocken ein (37.).

Und beim 2:0 servierte Dedic dem jungen Florian Rieder den Treffer mit einer echten Maßflanke (44.).

Die Innsbrucker hatten beide Tore gegen nur zehn Mann beim Gegner erzielt. Wr. Neustadt hatte Felix Adjei bereits nach einer Viertelstunde durch Ausschluss für eine Notbremse verloren. Wer da noch vor dem Strafraum unsanft gestoppt wurde? Dreimal darf man raten: Ja, Dedic war nach Pass von Imbongo auf dem Weg zum möglichen 15. Saisontor gewesen.

Das blieb dem Slowenen in diesem Spiel versagt. Mit der 2:0-Führung und der nummerischen Überlegenheit im Rücken ließ Wacker nach der Pause nichts mehr anbrennen, agierte mit angezogener Handbremse. Das sah zwar nicht besonders prickelnd aus, nach der Zitterpartie gegen Liefering war’s aber durchaus nachvollziehbar.