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Ausgabe: 03. April 2018

Wolfgang Müller

Nach 2:0-Sieg hat Wacker zehn Punkte Vorsprung

Durch Tore von Daniele Gabriele und Flo Rieder gewann der FC Wacker vor 4434 Zuschauern den Erste-Liga-Schlager gegen Wr. Neustadt.

Innsbruck – Die imposante Frühlingsserie prolongierte der FC Wacker im gestrigen Erste-Liga-Schlager gegen Wr. Neustadt mit einem letztlich souveränen 2:0-Erfolg im Tivoli. 4434 Fans sahen den sechsten Sieg im Jahr 2018 in Serie, der dem Tabellenführer einen komfortablen Zehnpunktevorsprung auf den Zweiten bescherte. „Der 2:0-Sieg und die Tabellensituation sind super, aber die Leistung in der zweiten Halbzeit trübt die Freude“, analysierte Wacker-Coach Karl Daxbacher nach dem Schlusspfiff.

Die Schwarzgrünen begannen mit exakt jener Anfangs-Elf, die schon am Freitag die Lieferinger in der ersten Halbzeit verzweifeln ließ. Nicht überfallsartig – darauf hätten die ohne ihren erkrankten Torjäger Hamdi Salihi angetretenen Niederösterreicher nur gewartet – sondern mit Hirn und Herz wurde die Sache angelegt. Daniele Gabriele prüfte in der elften Minute erstmals Goalie Dominik Schierl, dann stand Schiedsrichter Harald Lechner im Mittelpunkt. Zunächst schickte er Felix Adjei nach einer Notbremse an Zlatko Dedic in die Kabine, dann übersah er eine klare Tätlichkeit von Dimitry Imbongo. Der Wacker-Profi hätte sich für seine dämliche Attacke ebenfalls Rot verdient. Eine Fehlentscheidung war freilich Gelb für Dedic, der im Strafraum der Gäste klar am Bein getroffen wurde. Was Lechner irrtümlich als Schwalbe bewertete.

Das Spiel gewann zunehmend an Härte und die Tiroler spielten ihre Überzahl recht routiniert zu einer beruhigenden 2:0-Führung heraus. Gabriele schoss nach Lochpass des starken Flo Rieder das 1:0. Knapp vor dem Wechsel übernahm Rieder eine gefühlvolle Dedic-Flanke volley zum zweiten FCW-Treffer. Den sah Flo Jamnig nicht mehr, denn der Wacker-Kapitän musste nach einer rüden Attacke von David Harrer verletzt in die Kabine.

Dort blieb auch Imbongo nach seinem Aussetzer. Nach dem Wechsel verlegten sich die Tiroler zu sehr auf Ergebnisverwaltung. Ein Kopfball von Vallci (55.) verfehlte nur knapp sein Ziel, einen Volleyschuss von Roman Kienast entschärfte der verlässliche Christopher Knett (62.). Bei starkem Föhnsturm brandete mit dem Schlusspfiff Jubel durch das Tivoli, der FCW-Express braust unaufhaltsam Richtung Bundesliga. „Der Ausschluss spielte uns in die Karten. Die erste Halbzeit war auch voll in Ordnung, aber nach dem Wechsel fielen wir so wie gegen Liefering wieder zurück. Daraus müssen wir die Lehren ziehen“, hielt sich die Euphorie von Rieder in Grenzen.