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Ausgabe: 04. April 2018

Wolfgang Müller

Langer Ausfall von Jamnig trübt die Erfolgsgeschichte

Nach dem Sieg gegen Wr. Neustadt gehen Tabellenführer FC Wacker vor dem Gastspiel am Freitag in Floridsdorf (20.30) die Seitenspieler aus.

Innsbruck – Blickt Karl Daxbacher auf die Tabelle der Sky Go Erste Liga, dann leuchten die Augen des Wacker-Trainers: „Mit zwei Punkten Rückstand starteten wir ins Frühjahr, jetzt haben wir nach sechs Runden als Tabellenführer neun Zähler Vorsprung auf den Zweiten Hartberg. Das ist natürlich traumhaft.“

Die Freude dieser Erfolgsgeschichte wurde gestern allerdings durch zwei Diagnosen getrübt: Flo Jamnig, der bislang alle 26 Saisonspiele absolviert hat und gestern von Vereinsarzt Peter Gföller untersucht wurde, zog sich beim Foul von David Harrer eine schwere Muskelverletzung (Faszieneinriss) im rechten hinteren Oberschenkel zu. „Es gibt mehrere Einblutungen im hinteren Oberschenkelbereich. Man geht von einer Pause zwischen vier und sechs Wochen aus“, so der FCW-Flügelflitzer, der in der laufenden Saison schon zehn Tore erzielt hat und sich gleich ein klares Ziel setzte: „So darf dieses Spieljahr für mich nicht enden. Ich versuche alles, damit ich im Saisonfinale noch im Wacker-Dress auflaufen kann.“

Als Daxbacher von Jamnigs Verletzung erfuhr, war Martin Harrer noch ein Kandidat für die rechte Außenbahn. Doch dann flatterte am Nachmittag die nächste Hiobsbotschaft ins FCW-Haus. Harrer, der für Jamnig beim 2:0-Sieg gegen Wr. Neustadt eingewechselt wurde, zog sich eine Knieverletzung zu. Innenbandeinriss am Adduktorenansatz des linken Knies, diagnostizierte Christian Hoser. Pause: rund drei Wochen. Weil es beim angeschlagenen Stefan Rakowitz bis zum Auswärtsspiel am Freitag in Floridsdorf knapp wird, gehen dem FC Wacker die Seitenspieler aus.

Aus der pädagogischen Maßnahme für Dimitry Imbongo nach dessen Tätlichkeit gegen den Tiroler Stefan Hager wird damit nichts. „Unglaublich, was der Typ gemacht hat. Diese Aktion ist mir unerklärlich. Aber er hat gleich eingesehen, dass er einen Blödsinn gemacht hat und die Mannschaft in der Halbzeit nach seinem Austausch angefeuert“, weiß Daxbacher, dass die nächsten Spiele kein Honiglecken werden: „Die vermeintlich leichten Spiele wie eben gegen Floridsdorf oder BW Linz sind die schwersten.“