Impressum

Ausgabe: 05. April 2018

Georg Fraisl

Konfuzius lässt wieder grüßen

Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern.

Irgendwann zwischen 551 und 479 vor Christus hat Konfuzius das von sich gegeben. Und manchmal denkt man heute, ob denn dieser Konfuzius nicht gar Trainer war. In so einer vorchristlichen Fußball-Liga vielleicht. Denn diese Weisheit ...

Stefan Rapp, der Tiroler Trainer bei Kapfenberg, fand die Ruhe nach dem 0:4 im steirischen Derby gegen Hartberg nicht. Voll-Aushänger. Fast wie einst Giovanni Trappattoni. „Verarschen lass ich mich nicht. Sollte ich weitermachen, wird ausgemistet“, zog er gegen seine Spieler vom Leder.

Thomas Silberberger, der Wattener Kollege, fand bald nach dem 0:2 in Ried zu seiner Ruhe zurück: „Brav ist einfach zu wenig“, murmelte er.
Und der wackere Karl Daxbacher?

Der ist in Sachen Ruhe ohnehin so etwas wie die Reinkarnation von Konfuzius. Flo Jamnig verletzt, Martin Harrer verletzt, Stefan Rakowitz nicht fit, ebenso Christoph Freitag. Dazu noch sechs Spieler mit vier gelben Karten ...
Und was tut der „Sir Karl“? Richtig: Er lässt sich vor dem Freitag-Match beim FAC nicht aus der Ruhe bringen. Dann, meint er, schlage eben die Stunde der Jugend.