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Ausgabe: 06. April 2018

Wolfgang Müller

Der Papierform gerecht werden

Der ersatzgeschwächte FC Wacker strebt einen „Arbeitssieg“ beim Tabellenschlusslicht FAC an.

Innsbruck – Überlegener Tabellenführer gegen das abgeschlagene Schlusslicht – eigentlich eine klare Sache, aber nicht unbedingt, wenn es sich um Fußball handelt und schon gar nicht in der Sky Go Erste Liga. Also sprach Wacker-Coach Karl Daxbacher vor der heutigen Partie in Floridsdorf (20.30 Uhr/ORF Sport Plus) von einer „schwierigen Aufgabe, weil der Leistungsunterschied innerhalb der Liga nicht so groß ist, wie es die Tabelle zeigt“.

Dennoch spricht natürlich viel, wenn nicht alles für die Schwarzgrünen, die alle bisherigen sechs Frühjahrsspiele gewannen, während der FAC unter dem neuen Trainer Mario Handl zuletzt vier Pleiten in Serie zu verkraften hatte. Für Daxbacher kein Grund, sein Team in Sicherheit zu wiegen: „Im Herbst haben wir dort nur 1:1 gespielt, außerdem holte der FAC in Ried einen Punkt. Unser Ziel ist ein Arbeitssieg und damit drei weitere Punkte am Konto.“

Apropos mit Blick auf die Tabelle zu sicher sein – das kostet Dominik Baumgartner nur ein gequältes Lächeln: „Absolut keine Gefahr. 30 Punkte sind noch zu vergeben und wir haben neun Zähler Vorsprung. Also noch kein Grund, sich zu sicher zu fühlen.“ Der FCW-Innenverteidiger weiß, was auf ihn und seine Mannschaftskollegen zukommt: „Es ist immer schwer auf dem holprigen Platz in Floridsdorf. Außerdem kann in der Liga jeder jeden schlagen.“

Wer beim FC Wacker heute neben Dimitry Imbongo über die rechte Seite stürmt, ist noch offen. Denn sowohl Flo Jamnig (Fasereinrisse im Oberschenkel) als auch Martin Harrer (Knieverletzung) fallen wochenlang aus, Neuerwerbung Ilyes Chaibi ist weiter nicht einsatzfähig. Zudem ist fraglich, ob Stefan Rakowitz, der gestern im Bus saß, auch schon auflaufen kann. „Geht es bei Rakowitz nicht, wäre Satin von den Amateuren eine Alternative“, so Daxbacher, der auch noch weiter auf Kapitän Christoph Freitag und Armin Hamzic (Adduktorenprobleme) verzichten muss.

Dazu sitzt einem Sextett die „gelbe Gefahr“ im Nacken. Mit Torjäger Zlatko Dedic, Roman Kerschbaum, Daniele Gabriele, Dimitry Imbongo, Florian Rieder und Christoph Freitag stehen immerhin sechs FCW-Profis bei vier Verwarnungen und wären somit beim fünften „Gelb“ gesperrt.