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Ausgabe: 08. April 2018

Wolfgang Müller

Drittes Quartal führt direkt in die Bundesliga

Neun Runden vor Saisonschluss kann der FC Wacker bereits die Planungen für die Rückkehr in die Erstklassigkeit intensivieren.

Innsbruck – Lag der FC Wacker zur Halbzeit – nach 18 Runden – noch vier Punkte hinter Ried und zwei Zähler hinter Wr. Neustadt auf Platz drei, können die Schwarzgrünen nach 27 Runden praktisch schon für die Bundesliga planen. Das dritte Meisterschaftsquartal der Schwarzgrünen verlief buchstäblich meisterlich. 25 von 27 möglichen Punkte wurden eingefahren, allein auf Winterkönig Ried machten die Tiroler in diesem Abschnitt unglaubliche 16 Zähler gut.

„Eine unfassbare Serie. Zudem bezwangen wir die Konkurrenten Ried und Hartberg auswärts. An so einen Siegeslauf kann ich mich in meiner Trainerkarriere nicht erinnern“, blickt FCW-Trainer Karl Daxbacher ziemlich entspannt auf die Tabelle: „Jetzt sollte nicht mehr viel passieren. Zumal wir sehr kompakt und konzentriert auftreten. Trotzdem – aufpassen und nicht abheben. Aber die Gefahr besteht bei dieser Mannschaft nicht.“

Mit dem 2:0-Erfolg in Floridsdorf wurde der siebte Sieg in Serie gefeiert, was Rekord in der Sky Go Erste Liga bedeutet. Voraussetzung für den 17. Saisonsieg war einmal mehr eine solide Defensive. Auf den Abwehr-Block – Schimpelsberger, Maak, Baumgartner, Vallci und Mittelfeldabräumer Roman Kerschbaum – vor dem starken Goalie Christopher Knett ist eben Verlass. „Das ist die Basis für große Ziele“, weiß Daxbacher aus Erfahrung und verweist und die mit Abstand wenigsten Gegentreffer (22) in der Liga.

Dass der Sieg beim Schlusslicht keine Selbstläufer wird, war den Tirolern ohnehin klar. Erst recht nach der gnadenlosen Attacke des Verletzungsteufels. Kapitän Christoph Freitag, Martin Harrer, Armin Hamzic und Flo Jamnig fehlten verletzt, dann meldete sich auch noch Torjäger Zlatko Dedic mit einem eingeklemmten Rückennerv ab. „Daher ist dieser Erfolg sehr hoch einzuordnen. Die Ausfälle wurden kompensiert und ich kann der Mannschaft nur gratulieren“, verteilte Daxbacher ein Pauschallob.

Den Führungstreffer auf dem Floridsdorfer Acker erzielte einer, der eigentlich noch nicht hundertprozentig fit ist: Stefan Rakowitz staubte nach einer Stunde zum 1:0 ab, lief nach seinem fünften Saisontreffer zu den mitgereisten Fans und wurde in der 70. Minute erlöst. „Meinem Knie ging es schon besser, aber da muss ich jetzt durch“, erklärte der 28-Jährige nach dem Schlusspfiff. Ein Knochenmarksödem im Knie macht dem Flügelflitzer, dessen Vertrag sich bei Aufstieg automatisch verlängert, seit Wochen zu schaffen. „Es bräuchte Zeit und Ruhe, das spielt es im Moment halt nicht“, beißt der FCW-Profi auf die Zähne und hofft, dass sich das Gelenk bis zum Heimspiel am kommenden Freitag gegen BW Linz erholt.

Murat Satin lieferte laut Daxbacher ein „tadelloses“ Debüt ab und Dimtry Imbongo hatte ebenfalls Grund zum Jubeln. Der 28-Jährige erzielte nach seinem Aussetzer im Tivoli gegen Wr. Neustadt seinen ersten Treffer im Wacker-Dress: „Was ich da gemacht habe, ist nicht in Ordnung. Dafür will ich mich entschuldigen. Jetzt hat es endlich mit einem Tor geklappt und dafür bedanke ich mich bei der Mannschaft.“