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Ausgabe: 13. April 2018

Gernot Gsellmann

Kein Rechenstift in der Leader-Kabine

„Derzeit wird es eh täglich ins Haus geliefert.“ Die Aufholjagden, die Top-Rolle der Underdogs – und daher bleibt Karl Daxbacher auf der Hut. Auch für heute: „BW Linz ist viel stärker als im Herbst!“ Doch mit einem Sieg könnte eine neue schwarz-grüne Bestmarke aufgestellt werden – mit acht Erfolgen in Serie.

Roma zeigte es gegen Barçelona, Juventus in Madrid 95 Minuten lang. Die Beispiele könnten x-beliebig fortgesetzt werden. Daxbacher: „Darum ist Fußball auch so schön, weil er absolut nicht vorhersehbar ist.“ Doch auf dem Weg in die Bundesliga sollte heute kein weiteres Exempel für die Liste der Überraschungen dazu kommen ...

Dafür sorgen auch die Spieler. Zumindest in der Theorie. „Wir haben keinen Rechenstift in der Kabine“, lässt Michael Schimpelsberger keine Zweifel an der Einstellung der Mannschaft zu, „wir wollen einfach punkten. Woche für Woche.“ Was auf der Papierform gegen den Tabellenvorletzten kein allzu großes Problem darstellen sollte. „Aber die neuen Spieler, die Linz im Winter verpflichtet hat, haben die Qualität merklich gehoben“, bläut Daxbacher seinen Schützlingen ein, „Blau-Weiß spielt einen unkomplizierten Fußball.“ Wenn sie ein Manko haben, dann – siehe letzten Freitag in Wattens – die Chancenverwertung.

Neue Top-Serie?

Damit der Sieben-Siege-Rekord von Klaus Schmidt (Herbst 2015) heute gegen 20.17 Uhr ausgelöscht werden wird, wäre auch ein Einsatz des zuletzt verletzt gewesenen Zlatko Dedic von Vorteil: Der 33-jährige Goalgetter kann seit Mittwoch den vollen Umfang mittrainieren, ließ sich anschließend immer vom Osteopathen behandeln. Dagegen ist der glücklose Backup, Ilyes Chaibi, bereits wieder bedient: Der Franzose (21) hat’s wohl übertrieben, nun schmerzt sein Fuß ...