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Ausgabe: 14. April 2018

Wolfgang Müller

Trotz Föhn wurde BW Linz 4:0 aus dem Tivoli geblasen

Vor 2856 Zuschauern fertigte der FC Wacker gestern Nachzügler BW Linz souverän ab und feierte damit den bereits achten Liga-Sieg in Folge.

Innsbruck – Der FC Wacker marschiert weiter mit Riesenschritten in Richtung Bundesliga. Vor 2856 Zuschauern feierte der überlegene Tabellenführer gestern im Tivoli einen klaren 4:0-Erfolg und verteidigte mit dem achten Sieg in Folge den komfortablen Neunpunktevorsprung auf Verfolger Hartberg.

Die Frage, ob Zlatko Dedic nach einwöchiger Pause wieder fit ist, wurde vom Slowenen schnell beantwortet. Bereits in der zweiten Minute stand er genau dort, wo ein Torjäger zu stehen hat, und besorgte mit seinem 15. Saisontreffer die 1:0-Führung. Ein Start nach Maß, der die Tiroler nicht unbedingt beflügelte, sondern kurioserweise hemmte. In der Folge regierte der Fehlpass, flüssige Kombinationen gab es auf beiden Seiten keine. Karl Daxbacher schritt die Coachingzone unruhig und kopfschüttelnd ab. Erst recht, als die aggressiven Linzer durch Manuel Hartl (38.) und Thomas Hinum (39.) zu zwei Chancen kamen.

Es war jede Menge Sand im Getriebe der Schwarzgrünen – eine typische Föhnpartie. Aber wenn man auf einer Erfolgswelle surft, dann hat dann spielt auch der berüchtigte Fallwind nur eine Nebenrolle. Daher fiel knapp vor dem Pausenpfiff das 2:0 – Stefan Rakowitz schloss in der 44. Minute einen FCW-Angriff erfolgreich ab.

Optimal begann auch die zweite Halbzeit. Nach perfekter Vorarbeit von Daniele Gabriele und Flo Rieder erzielte Dedic (49.) die beruhigende 3:0-Führung. Als dann auch noch Bullen-Leihgabe Juhani Pikkarainen ein Eigentor beisteuerte, war die Gegenwehr der Gäste endgültig gebrochen und nur noch die Höhe des Wacker-Siegs fraglich. Weil Gabriele (66.) an BW-Goalie Hidajet Hankic scheiterte und es bei einigen FCW-Angriffen an der Präzision fehlte, blieb es beim 4:0-Sieg. Danach wurde vor der Nordtribüne gefeiert und Doppeltorschütze Dedic zog sein Fazit: „Die erste Halbzeit war nicht gut, trotzdem führten wir 2:0. Das ist eben auch ein Zeichen von Qualität. Nach dem Wechsel waren wir klar besser, verwerteten die Chancen eiskalt und siegten hochverdient.“