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Ausgabe: 15. April 2018

Gernot Gsellmann

Alles Gute, Aufstiegsexperte

Seinen 65er kann er heute genießen: „Sir“ Karl Daxbacher ist auf allerbestem Weg, mit Wacker Innsbruck (endlich) zurück in die Bundesliga zu marschieren. Von Ruhestand absolut keine Spur!

Karl, zu allererst alles Gute zum Geburtstag.

Danke. Das wird heute mit zwei meiner vier Töchter und den Enkeln eine ruhige Feier. Am Dienstag wird dann noch in der Kabine nachgefeiert werden.

Legende Udo Jürgens singt: Mit 66 Jahren da fängt das Leben erst an ...

Na gut, dann warte ich noch zwölf Monate! Aber bis dahin werde ich auch Spaß haben.

Was wünscht sich der „Sir“ zu seinem Jubiläumstag?

Ich weiß, das klingt jetzt abgedroschen. Aber bei aller Euphorie um den Fußball – im Vordergrund steht die Gesundheit der Familie und die meine. Aber natürlich wenn man an die Erste-Liga denkt: Der Aufstieg mit Wacker Innsbruck!

Der sollte eigentlich nur mehr Formsache sein und in den nächsten Runden fixiert werden.

Mit 13 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz darf nichts mehr schiefgehen. Die Spiele werden ja auch immer weniger.

Damit könntest du erster Trainer in Österreich werden, der mit drei verschiedenen Klubs (LASK, St. Pölten & Wacker) in die höchste Spielklasse aufgestiegen ist.

Das wäre natürlich eine Supersache! Dabei mit dem LASK und jetzt Wacker mit zwei Traditionsklubs dieses Ziel zu erreichen, ist nochmals spezieller. Und sollte es tatsächlich mit Innsbruck gelingen, muss man sich gleich neue Ziele setzen.

Also von Ruhestand absolut keine Spur ...

Wenn’s so läuft, ist es immer leicht, weiter zu machen. Aber wir wissen alle, wir arbeiten in einem extrem schnelllebigen Geschäft.

Hat Karl Daxbacher eigentlich ein Zaubermittel, warum seine Klubs stets im Frühjahr leistungsmäßig derart explodieren?

In Innsbruck gibt es eine ganz plausible Erklärung: Im Sommer haben wir die Mannschaft stark umgekrempelt, dann musste man schauen, welcher Stil, welche Mischung die richtige ist. Trainerstab und Mannschaft haben sich besser kennen gelernt.

Tabellenführer Wacker feierte zuletzt acht Siege in Serie – wo soll’s enden?

Am bestens bei 16 in Folge (Lacht. Anm.: Wäre bis zum Ende der Meisterschaft). Nein, nein, wär’ schön. Schlussendlich ist die Serie aber nichts wert, wenn das Große am Schluss nicht erreicht worden ist. Und wir wollen Meister werden! Übrigens: Nachdem alle davon gesprochen haben, musste ich mal nachblättern: Mit St. Pölten hab ich die letzten sieben Partien gewonnen – also acht ist auch für mich neu!

Was macht den schwarz-grünen Trainer im bisherigen Saisonverlauf besonders stolz?

Dass das gewisse Risiko, mit vielen jungen Spielern in die Saison gegangen zu sein, aufgegangen ist. Die konnten absolut mithalten! Dazu haben die Neuen ihre Erwartungen bisher erfüllt.

Mit was wird morgen Karl D. in der kleinen Ortschaft Ambach anstoßen?

Mit einem guten Glas Riesling aus der Wachau oder dem Kamptal.

Na dann: Prost auf deinen Geburtstag!