b_350_1200_16777215_00_images_stories_nachberichte_braun.jpgIm zweiten Teil der Rückschau blickt der sportliche Leiter der Damenabteilung Horst Braun auf die abgelaufene Meisterschaft, etwas wortkarg schildert  er seine Eindrücke, steckt die Ziele für 2011/12 ab und äußert sich anlässlich der in Deutschland stattfindenden Weltmeisterschaft zum Damenfußball allgemein.



Wie bist du mit der abgelaufenen Saison zufrieden?

Nicht unbedingt.

War in dieser Saison mehr möglich als der vierte Platz (die drei Jahre zuvor wurde das Team jeweils Vizemeister)?

Wenn man den Saisonverlauf betrachtet, dann leider nicht.

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

Leider, nein.


Gibt es ein Spiel, das dir in besonderer Erinnerung geblieben ist?

Das Heimspiel gegen Südburgenland. (mit einem tiefen Seufzer)

Warum?

Nach gutem Beginn und 2:0 Führung ein Fehler und die ganze Ordnung war beim Teufel.

Welche Leistung hat dich besonders gefreut? 

 
Die Spiele gegen Landhaus auswärts und Stattegg zuhause, die waren gut – zu Neulengbach ist der Abstand leider größer geworden.

Wie bist du mit den jungen Spielerinnen, die erst im Frühjahr aus dem zweiten Team zur Bundesligamannschaft gekommen sind, zufrieden?

Sie haben sich relativ gut integriert.

Wie schafften sie den Umstieg in die höchste Spielklasse? Mit welchen Schwierigkeiten hatten sie zu kämpfen?

Die technischen Voraussetzungen sind vorhanden (Dank an beide Alex), körperlich ist teilweise noch Aufholbedarf gegeben.

Werden den FC Wacker Innsbruck Spielerinnen verlassen?

Nein.

Welche Erwartungen und Ziele sollen 2011/12 erreicht werden?

Wie gehabt: in der Meisterschaft die Top 3, im Cup die Hauptrunde.

Bleibt das Betreuerteam unverändert?

Ja.

In Deutschland findet derzeit die Weltmeisterschaft statt. Eine der teilnehmenden Nationen Nigeria hat im Rahmen der Vorbereitung auch ein Testspiel gegen unsere Damen absolviert. Wie siehst du die Entwicklung im Damenfußball in Österreich in den letzten Jahren?

Da hat sich Vieles zum Positiven geändert. In den Nachwuchsteams bis zur U15 spielen Burschen und Mädchen gemeinsam. Früher gab es vielleicht eine Spielerin pro Mannschaft, heute sind es schon mehr. Vor allem in den ganz jungen Jahrgängen werden es immer mehr, das ist erfreulich.

Können diese Mädchen auch nach dem Nachwuchsbereich weiter ihrem Hobby nachgehen?

Durchaus, denn in Tirol gibt es zwei Landesligen und darüber ja die beiden Teams des FC Wacker Innsbruck. So haben die Mädchen eine Perspektive bekommen.

Oft vergleicht man Herrenspiele mit denen der Damen. Findest du das sinnvoll?

Das ist eigentlich wie Äpfel und Birnen vergleichen. In anderen Sportarten, die von Frauen und Männern betrieben werden, tut man das auch nicht. Die körperlichen Voraussetzungen sind ganz einfach andere. Aber der Spielwitz, die Technik und die Taktik wird von den Damen wirklich gut beherrscht. Auch in Trainingsbereich hat man hier in letzter Zeit dazugelernt.

Wer sind für dich die Favoritinnen bei der Weltmeisterschaft?

Die deutschen Damen, denke ich, werden eine gute Figur abgeben.

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Heidi Roznovsky Heidi Roznovsky

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