b_350_1200_16777215_00_images_stories_interviews_bader_stefanie.jpgIn unregelmäßigen Abständen möchten wir euch die Trainerteams, Kapitäninnen, Betreuer und Spielerinnen der beiden Damenteams ein wenig näher vorstellen, um allen Mitgliedern der Wacker-Familie gerecht zu werden. Wir hoffen, damit auch noch mehr Fans für den Damen-Fußball begeistern und so den Akteurinnen auf dem Rasen langsam aber sicher einen echten Heimvorteil in Innsbruck sichern zu können. Diesmal steht Stefanie Bader, die Kapitänin des zweiten Damenteams, das in der 2. Liga Mitte/West spielt und als Herbstmeister überwintert, im Mittelpunkt.

Die Kapitänin der zweiten Mannschaft ist 20 Jahre alt. Neben Fußball spielt sie noch sehr gern Volleyball, geht im Winter gern Skifahren sowie Skitouren und im Sommer wandern. Ihr Lieblingsverein ist neben dem FC Wacker Innsbruck Bayern München und das sportliche Vorbild ist nach wie vor Oliver Kahn, obwohl dieser seine Profikarriere schon aufgegeben hat.

Wer hat die Liebe zum Fußball in dir geweckt?

Meine Liebe zum Fußball hat mein kleiner Bruder geweckt. Ich kann mich noch daran erinnern, dass er Training gehabt hat und ich hab mich einfach eingebaut und seinen Trainer gefragt, ob ich mittrainieren könnte und von da an war ich ein fester Bestandteil beim Training.

Wie reagiert deine Familie bzw. deine Freunde/innen auf dein sehr zeitaufwändiges Hobby?

Sie haben es eigentlich immer akzeptiert. Sie haben verstanden, dass es für mich ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens ist.

Für ein Spiel braucht man Kondition und Ausdauer. Holst du dir diese beim gemeinsamen Training oder auch noch in eigenen Einheitenoder anderen Sportarten?

Beides - sowohl beim Training als auch bei eigenen Einheiten. Ich gehen, wenn wir nicht zusammen trainieren, laufen oder ins Fitnesscenter und im Winter sehr viel Tourenski. Ohne Sport geht’s einfach nicht!

So ein junges Damenteam ist doch ähnlich einer „reinen Mädchenklasse einer Schule“. Gibt es auch bei euch solche „typischen Streitereien“ ab und zu?

Also ich habe vier Jahre eine Mädchenschule besucht und unser junges Damenteam ist damit nicht zu vergleichen. Ich habe es in der zweiten Mannschaft der Damen noch nicht erlebt, dass es solche „typischen Streitigkeiten“ gibt. Wir nehmen uns manchmal selber auf den Arm und lachen alle darüber, aber ich bin mir sicher, dass noch nie irgendjemand von uns etwas persönlich genommen hat.

Auf welcher Position spielst du? Ist das deine bevorzugte?

Ich spiele in der Innenverteidigung. Ich habe schon alle Position ausprobiert, seit ich bei Wacker Innsbruck spiele, ausgenommen im Tor zu stehen und zentral im Mittelfeld. Und ich muss sagen, dass ich mich in der Verteidigung sehr wohl fühle.

Hast du ein sportliches Vorbild?

Oliver Kahn, obwohl ich nicht im Tor stehe und für die Verteidigung nehme ich mir Daniel van Buyten als Vorbild.

Du führst als Kapitänin dein Team auf das Spielfeld, damit trägt man Verantwortung: Wie kamst du zu dieser Ehre? Macht dir diese Rolle Spaß? Wie siehst du dadurch deine Rolle im Team?

Die Ehre wurde mir durch meine beiden Trainerinnen zu teil. Sie haben entschieden, dass ich in diese Rolle schlüpfen soll und ich habe die Herausforderung angenommen. Die Rolle als Kapitänin macht mir sehr viel Spaß, da man Sachen mitentscheiden bzw. bei manchen Sachen mitreden sowie die Meinung der gesamten Mannschaft vertreten kann. Meine Rolle im Team ist die gleiche wie zuvor. Ich komme mir dadurch nicht besser vor, ganz egal, ob ich jetzt eine Schleife am Arm habe oder nicht. Die Mädels wissen, dass sie zu mir kommen können, wenn es Probleme innerhalb der Mannschaft gibt oder wenn ich den Trainerinnen etwas sagen soll und das machen sie auch.

In den USA gibt es Damen-Profi-Fußball. Hättest du dein großes Hobby auch gerne als deinen Beruf?

Nein, weil es für mich auch noch andere Sachen gibt und ich nicht will, dass mein gesamtes Leben nur aus Fußball besteht.

Vor allem im zweiten Team gibt es immer wieder neue, junge Spielerinnen zu integrieren. Wie funktioniert das?

Die jungen Spielerinnen, die zu uns kommen, werden sofort herzlich aufgenommen und mit jedem Training kommt man mehr und mehr ins Gespräch und sie sind dann schlussendlich nicht mehr wegzudenken von der Mannschaft. Natürlich ist es am Anfang schwierig, in ein Team einzusteigen, aber die Spielerinnen sind bei uns gut aufgehoben und es fühlen sich anscheinend alle wohl – zumindest habe ich noch nichts anderes gehört.

Würdest du gerne in die Rolle des/r Schiedsrichters/in schlüpfen?

Nein! Ich wäre eindeutig zu impulsiv und aufbrausend und auch nicht wirklich neutral.

Interessierst du dich auch abseits des Platzes für den Verein FC Wacker Innsbruck?

Ich gehe ab und zu ein paar Spiele zuschauen.

Liest du gerne bzw. regelmäßig dessen Homepage? Würdest du hier die „Damenabteilung“ anders ins Bild rücken?

Ja, ich lese regelmäßig die Homepage, wo ich aber zugeben muss, dass ich eigentlich nur auf die News unserer beiden Teams schaue. Nein – ich würde sagen, dass sich der Damenpart auf der Homepage schon sehr gut entwickelt hat und man sehr zufrieden darüber sein kann.

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Heidi Roznovsky Heidi Roznovsky

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