b_350_1200_16777215_00_images_stories_gs.jpgIm Dezember 2011 ist Stephan Glöckner zum Wacker Innsbruck Damen-Cheftrainer befördert worden. Als Ex-Co-Trainer kennt er seine Mannschaft in und auswendig. In einem ausführlichen Interview erfahren wir das Neueste aus dem Damenbereich des FC Wacker Innsbruck, etwa die Vorbereitung auf die Frühjahrssaison, prominente Testspielgegner und Privates. (Wer der/die neue Co-Trainer/in wird, wollte er uns allerdings noch nicht verraten).

Wie sehr freust du dich auf deine neue Aufgabe? Warst du überrascht, dass dich der Abteilungsleiter Horst Braun gebeten hat, die Betreuung zu übernehmen?

Ich freue mich sehr über die neue Herausforderung. Überrascht war ich nicht, als mich unsere sportliche Leitung gefragt hat. Das ist ja im Fußball oft der Fall, dass ein Trainer nicht mehr zur Verfügung steht und dann ist der nächste Trainer da.

Welche Reaktionen gab es durch die Spielerinnen auf diese Veränderung?

Veränderungen sind immer Chancen etwas zu verbessern. Von den Spielerinnen habe ich durchwegs positive Rückmeldung bekommen.

Bleibt Melanie Fischer weiterhin Kapitänin oder möchtest du „deine Handschrift“ hinterlassen?

Es gibt keinen Grund da etwas zu verändern. Sie ist bei uns eine absolute Führungsspielerin, die das Team auf dem Platz sehr positiv unterstützt.

Seit wann stehen „deine Damen“ wieder im Training?

Wir haben am 09.01. 2012 mit einer Laufwoche begonnen. Da die Plätze erst am 16.01. öffnen, kommt ab dann auch viermal wöchentlich der Ball dazu.

Sind Vorbereitungsspiele geplant? Gibt es dabei wieder den einen oder anderen prominenten Gegner?

Wir spielen in der Vorbereitungszeit bei zwei Hallenturnieren mit. Testspiele sind bereits drei fixiert, wobei wir wie die letzten Jahre auch auf das Team des FC Bayern München II treffen.

Plagen einzelne Spielerinnen Verletzungssorgen oder können alle die gesamte Vorbereitung bestreiten?

Zöller Eva ist schon länger verletzt. Wann sie zurückkommt, ist derzeit offen.

Da einige deiner Spielerinnen über ein vielfältiges sportliches Talent verfügen, wie z. b. Daniela Iraschko, die wir derzeit im Schisprungsport bewundern dürfen oder Nicole Billa, die im österreichischen Zentrum für Frauenfußball in St. Pölten weilt, sind sicherlich spezielle Probleme zu lösen. Wie gehst du hier vor?

Probleme sind das keine, eher Umstellungen und Anpassungen. Sobald Daniela nach dem Skisprungweltcup wieder in Innsbruck ist, gilt es so schnell wie möglich sie für den Fußball so vorzubereiten, dass sie ihre optimale Leistung bei den Spielen abrufen kann. Bei Nicole Billa, Jasmin Pal, Maria Hasler und Valentina Schwarzlmüller gilt es die Spielerinnen in die Mannschaft zu integrieren, da sie ja nicht bei uns trainieren, sondern nur spielen. Bei einer Fortbildung konnten wir uns davon überzeugen, dass im Nationalen Zentrum für Frauenfußball in St. Pölten sehr gut gearbeitet wird und dies dem österreichischen Frauenfußball und somit auch uns zu Gute kommen wird. Dort haben die Damen bis zu sieben Trainingseinheiten in allen Bereichen pro Woche, bei uns wären es maximal vier.

Nach Halbzeit der Meisterschaft liegt das Team am vierten Tabellenplatz. Welche Erwartungen, Hoffnungen und Minimalziele setzt du dir mit deinen Spielerinnen?

Platz Drei ist das erklärte Ziel. Am Ende der Saison analysieren wir, was herausgekommen und warum es so gelaufen ist. Weiters wollen wir alle Spielerinnen weiterentwickeln und über individuelle Leistungssteigerungen die Mannschaft vor allem defensiv zu einer kompakten Einheit machen und ich bin davon überzeugt, dass alle voll mitziehen.

Du hast wie vom ÖFB gefordert die UEFA-B-Lizenz. Hast du in der Zwischenzeit mit der weiterführenden Ausbildung zur A-Lizenz begonnen?

Die ersten zwei Wochen der A-Lizenzausbildung habe ich erfolgreich absolviert. Es folgen zwei weitere Wochen im Frühjahr und eine Prüfungswoche im Juni.

Wie lässt sich deine berufliche Tätigkeit (Unterricht an zwei Schulen) mit der Arbeit als Trainer koordinieren?

Das funktioniert bisher ganz gut, wir trainieren ja am Abend und spielen an den Wochenenden.

Wer steht dir für die Betreuung neben deinem „Co“, den beiden Masseuren und dem Zeugwart noch zur Verfügung? Gibt es einen eigenen Torfrautrainer?

Torfrauentrainer ist nach wie vor Klaus Martini. Er macht sehr gute Arbeit und man sieht, wie sich die Torfrauen entwickeln.

Private Neugier: Im Herbst hast du mit deiner Verlobten an einer Aktion „Traumhochzeit zu gewinnen“ teilgenommen. Wie ist diese ausgegangen? Wann dürfen wir euch gratulieren?

(Lacht herzlich), ja, das war eine amüsante Aktion, leider haben wir es nicht ins Finale geschafft. Geheiratet wird trotzdem am 14.8.2012 in Hall.

Das tivoli12 magazin gratuliert herzlich und wünscht für die Zukunft alles Gute!

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Heidi Roznovsky Heidi Roznovsky

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