Stefanie EnzingerIn unregelmäßigen Abständen möchten wir euch die Trainerteams, Kapitäninnen, Betreuer und Spielerinnen der beiden Damenteams ein wenig näher vorstellen, um allen Mitgliedern der Wacker-Familie gerecht zu werden. Wir hoffen, damit auch noch mehr Fans für den Damen-Fußball begeistern und so den Akteurinnen auf dem Rasen langsam aber sicher einen echten Heimvorteil in Innsbruck sichern zu können. Diesmal steht Stefanie Enzinger, die derzeit erfolgreichste Torschützin im Mittelpunkt.


Unsere derzeitige „Torschützin vom Dienst“ ist als 22-jährige Bürokauffrau im Sternzeichen des Schützen geboren. Ob dies in diesem Zusammenhang Zufall ist? Obwohl sie schon schwere Verletzungen hinter sich hat, kann sie ihr liebstes Hobby, das Fußballspielen, nicht lassen. Ihre Eigenschaften Ehrgeiz und Zielstrebigkeit haben ihr auf dem Weg zurück sicherlich den entsprechenden Rückhalt gegeben. Zu ihren weiteren Hobbys zählen auch Schifahren und mit Freunden etwas unternehmen.

Wer hat die Liebe zum Fußball in dir geweckt?

Durch Freunde und Nachbarn bin ich zum Fußball gekommen. Vor unserem Haus wurde immer gekickt, alle Kinder haben sich eingebaut, egal ob Mädchen oder Junge.

Wie reagieren deine Familie und Freunde auf deine sehr zeitaufwändigen Hobbys?

Meine Familie und Freunde sind eigentlich immer schon hinter mir gestanden und haben mich überall unterstützt, wo es für sie möglich war.

Seit wann spielt du Fußball und beim FC Wacker Innsbruck? Für welche anderen Vereine warst du schon aktiv?

1998 – 2006 SC Mittersill
2006 – 2010 USK Hof
Seit 2010 FC Wacker Innsbruck

Unternimmst du auch abseits des Platzes mit Mitspielerinnen etwas oder reicht dir der ohnehin zeitaufwändige Kontakt beim Training, den Auswärtsfahrten und Spielen?

Ich unternehme mit einigen aus der Mannschaft privat auch was. Durch den zeitaufwändigen Kontakt beim Training, den Auswärtsfahrten und Spielen versteht man sich mit dem einen oder anderen besser. Während der Winter- und Sommerpausen kann man sich dann ein bisschen zurückziehen und die Zeit mit Familie und Freunden nutzen.

Gibt es in Österreich bzw. international eine Spielerin, die dich besonders beeindruckt?

Mich beeindrucken besonders unsere jungen Spielerinnen, die noch nicht in der Startformation spielen und immer zu 100% einsatzbereit sind. Alle die für die zweite Mannschaft wichtige Leistungsträger sind und trotz dem großen Zeitaufwand auch immer für die erste Mannschaft zur Verfügung stehen.

Welche sportlichen und beruflichen Ziele hast du?

Mein sportliches Ziel für diese Saison ist auf alle Fälle das Cupfinale. Das ist mit Sicherheit von der gesamten Mannschaft ein sportliches Ziel für die Zukunft.
Beruflich hab ich schon einiges erreicht, aber man lernt nie aus, dies werde ich gleich nächstes Jahr in Angriff nehmen.

Welche leichteren oder schwereren Verletzungen musstest du schon überwinden?

Ich hab schon drei Kreuzbandrisse hinter mir.

Wie hast du dich dabei motiviert?

Nach drei schweren Knieverletzungen wäre es aus gesundheitlicher Sicht sicher das Beste nicht mehr Fußball zu spielen, aber dann hätte ich mir auch nie wieder mehr ein Spiel anschauen können. So hab ich in meinen Verletzungspausen mir Motivation bei den Spielen geholt und mir vorgenommen nach jeder Verletzung noch stärker zurückzukommen.

Was bedeutet für dich, dass du in der Saison des 100-jährigen Vereinsjubiläums Spielerin des FC Wacker Innsbruck bist?

Natürlich macht mich das stolz Spielerin im Jubiläumsjahr des FC Wacker Innsbruck zu sein.

Besuchst du Spiele der Herren als Zuschauerin?

Wenn wir gerade nicht selber ein Spiel haben, geh ich meistens ins Stadion!

Welche andere Sportart würde dich als aktive Sportlerin reizen?

Es gibt viele Sportarten, die noch interessant wären. Bis jetzt hab ich noch keine entdeckt, wodurch ich das Fußballspielen vernachlässigen würde.

Wie sehr ärgert/kränkt dich, dass der Frauenfußball in Österreich so wenig in der Öffentlichkeit präsent ist?

Schön langsam wird´s… über das Nationalteam bekommt man jetzt immer öfter was zu hören, vielleicht wird dies auch in Zukunft in der Bundesliga zunehmen. Über Frauenfußball werden viele Vorurteile gemacht. Am besten man schaut sich selber ein Spiel an und macht sich sein eigenes Bild. Wir freuen uns über jeden einzelnen Zuschauer!

Siehst du Möglichkeiten dies zu ändern?

Die Qualität des Frauenfußballs hat in den letzten Jahren in Österreich stark zugenommen und ich glaube, dass es in Zukunft sicher mehr an Präsenz zeigen wird.


Vielen Dank für das Interview!

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Heidi Roznovsky Heidi Roznovsky

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