Weiterlesen: Sag zum Abschied leise servusDer 14. Jänner 2023, wird sich ewig in meinem Gedächtnis einprägen. Am Vormittag kam die Schocknachricht, welche eigentlich eher zum Freitag den 13. gepasst hätte. Die „Verrückten Köpfe 91“ stellen sich nach eigener Definition selbst ins Museum. Der „Kasimir“ (siehe Bild) ist nicht mehr. Und das ausgerechnet im 110. Jahr des FC Wacker Innsbruck. Der erste Innsbrucker Ultra-Fanclub war seit Anfang der Neunziger nicht nur Vorreiter in Österreich, sondern weit über die Grenzen hinaus und natürlich wurde hier ein mittleres Erdbeben in der Fußballwelt ausgelöst. Über die Hintergründe kann man nur spekulieren. Der aufreibende Kampf um den eigenen Verein oder als Fanclub, der ein Drittel eines Jahrhunderts auf dem Buckel hat, mehrere Generationswechsel überleben konnte, kommt zwangsläufig immer wieder zu einem Scheideweg. Selber in einem „Inner-Circle“ eines Fanclubs tätig, weiß ich, wie schwierig es ist, aus verschiedenen Zugängen einen gemeinsamen Ausgang zu finden.

Weiterlesen: Bye bye V.K. - eine Legende verabschiedet sich Beim FCW gab und gibt es wenige Konstanten. Die meisten sind negativ behaftet, wie dauernde Geldnot, Zahlungsprobleme usw. Eine positive Konstante, die immer da war, egal welche Liga, egal, wer das Ruder beim Verein hatte und egal, wie schlimm es sonst rundum ausgesehen hat: Die Verrückten Köpfe. Dass diese nun ihre Auflösung verkündet haben, macht die wackere Welt gleich noch um einige Nuancen trister. Ein großes Stück Wacker-Flair geht damit ebenso verloren, wie eine weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Gruppierung.

Weiterlesen: Starkes Lebenszeichen des FC Wacker InnsbruckNach den Cup-Duellen bei Axams/Grinzens und in Hippach, ging es am Tivoli gegen den Regionalligisten SV Hall. Da hat man endlich ein Heimspiel im Cup, was beim FCW ohnehin eine Seltenheit ist und dann kann ich nicht dabeisein. Zum Glück gab es einen Livestream. Das Haller Löwenrudel gab sich da eher zahm, machte brav Platz und überließ den überlegenen Innsbrucker Dompteuren das Feld.

Weiterlesen: Meine ganz persönliche BilanzIn 48 Jahren Wacker Innsbruck erlebt man so einiges. Da könnte man ganze Bücher füllen. Einiges davon ist ohnehin im tivoli12 magazin und dessen Geschichtsseite nachzulesen. 15 Jahre und 1. Monat bin ich nun bei t12 ehrenamtlich tätig. In dieser Zeit habe ich sehr emotionale und bewegende Momente erlebt. Auch viele Traurige und Niederschmetternde. Zumeist live vor Ort erleben dürfen/müssen. Oft stellt man sich da schon die Sinnfrage. Nie gestellt hat sich die über meinen Verein. In den wächst man hinein, mit dem lebt man. Mitunter lebt man sich von Partnern auseinander, wechselt seine Wohnung oder die Automarke. Seinen Verein wechselt man aber nie!

Weiterlesen: Den Tabellenführer klar dominiertManche nannten das Spiel des FC Wacker Innsbruck gegen den Völser SV ein Derby. Sind denn nun alle Spiele in der Tiroler Liga Derbys? Natürlich nicht, aber die Stimmung am Freitagabend hatte durchaus Derbycharakter. Über 400 mitgereiste Grün-Weiße aus Völs sorgten zu Beginn des Spitzenspiels in der Tiroler Liga für ein „Feuerwerk“ mit vielen Fahnen in ihren Vereinsfarben, großen Trommeln und bengalischen Feuern. Ganz im Stile eines Klassikers. Die Schwarz-Grünen gelten immer gerne als der Favorit. Am Freitag gegen den Tabellenführer und mit vier sieglosen Spielen im Gepäck aber sicher nicht. Und deren Euphorie um die Begegnung im Tivoli sorgte schlussendlich für ganz andere Vorzeichen, die sonst eigentlich nur der FCW kennt und schon mehrmals daran zerbrochen ist. An der eigenen Erwartungshaltung nämlich.