b_350_1200_16777215_00_images_201819_Fanleben_Generali1.jpgDer FC Wacker Innsbruck hat die Ehre die Bundesligasaison 2018/19 mit dem Auftaktmatch in der neu umgebauten Generali Arena der Austria Wien einzuleiten. Viele Fans der Schwarz-Grünen werden ihre Lieblinge begleiten. Deshalb hat sich das tivoli12 magazin die Heimstätte der Violetten genauer angesehen.

 

Modern und „Cash Cow“

Viel mit dem Stadion, das der FC Wacker Innsbruck Fan das letzte Mal in der Saison 2013/14 betreten durfte, hat die neue Generale Anrena nicht mehr gemein. In den letzten zwei Jahren wurde am Verteilerkreis eifrig gebaut und mit Hilfe eines Investorenmodelles ein Teil der benötigten 48 Millionen Euro an Investitionssumme aufgestellt. In der letzten Saison startete das zweite und letzte „Crowdinvestment“ für das Stadion, um beispielsweise eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach des Stadions zu installieren. Für die Bewässerung des Stadionrasens und den fünf weiteren Nebenfeldern sammelt man Regenwasser in Zisternen. Anzumerken ist, dass nicht die kompletten 48 Millionen Euro in das Stadion fließen, sondern auch für die Akademie, das Trainingszentrum und ein regionales Nachwuchszentrum einige Millionen Euro veranschlagt sind. Diese Verbesserungen laufen unter dem Projektnamen "S.T.A.R."

Doch nicht nur „Nachhaltigkeit“ hat sich eingeschlichen, auch „Modernität“. Dass man den Schritt zu einer so genannten „Arena Card“ gegangen ist, war abzusehen. Das System kennen treue Wacker Anhänger aus den Spielen gegen St. Pölten in deren Zweitliga-Saisonen oder auch von Besuchen der großen, internationalen Vereine. Für die Konsumation wird eine Karte mit Guthaben aufgeladen, um sie nach dem Besuch wieder zu entladen. In der Arena der Austria Wien wird es jedoch auch möglich sein, via Bankomat- oder Kreditkarte zu bezahlen.

Das Catering im neuen Stadion der Austria wurde von „DO & CO“ übernommen und bietet eine „Flaniermeile“ an. Somit kann sich der normale Sitzplatzbesucher der Süd beim Stand unter der Nordtribüne sein Wiener Backhendl mit Kartoffelsalat kaufen oder unter der Osttribüne eine andere Spezialität. Doch nicht nur im normalen Cateringbereich ist „DO & CO“ verantwortlich, sondern auch im VIP bzw. Logenbereich. Wovon die Austria aktuellein sehr großzügiges Angebot, 38 VIP Logen, 4 Sky Logen und 2 Ehrenlogen, bereitstellt, die allesamt auf Jahre ausverkauft sind.

b_350_1200_16777215_00_images_201819_Fanleben_Generali2.jpgDas „Herzstück“ des neuen Stadions und somit auch gewissermaßen die „Cash Cow“ ist oben angesprochenes Logen-Angebot der Austria, das sich im zweiten Rang der Nordtribüne befindet. Die Nord-Tribüne des Stadions wurde aufwendig umgebaut und bietet nun 28 Logen, 4 Sky Logen und 2 Ehrenlogen an. Zum „Logen-Erlebnis“ gehört eine zweistöckige Tiefgarage mit einem Lift, der direkt zur Loge führt. Nicht umsonst wird davon gesprochen, dass ein Logenbesitzer den finanziellen Gegenwert von 400 „normalen Tribünenbesuchern“ darstellt. Neben dem Neubau der Nord, sowie Westtribüne, die als Stehplatztribüne ausgewiesen ist, aber schnell und einfach in eine Sitzplatztribüne umgewandelt werden kann, hat man auch im Süd-West Eck Verbesserungen erzielt und befinden sich dort nun zwei TV Studios. Die einzige Tribüne, die somit noch im „Originalzustand“ ist, ist die Südtribüne. Aufgrund schwieriger Nachbarschaftsverhältnisse, hinter der Südtribüne befindet sich eine Kleingartensiedlung, wurde diese nicht umgebaut. Doch, darf man den Aussagen der Funktionäre vertrauen, so ist auch hier geplant, Neuerungen in den nächsten Jahren vorzunehmen. „Künstlerische“ Korrekturen wurden an der Osttribüne vorgenommen, die wie in Hütteldorf, von den Fanclubs gestaltet werden durfte. Dass das Stadion, besonders die Stühle, in violett-weiß, mit „Austria Wien“ Schriftzug „veredelt“ wurde bzw. auch mit einem violetten Kunstrasen, ist dem interessierten Fußballfan in den letzten Wochen nähergebracht worden und daher bekannt.

All diese Umbauten des Stadions führen dazu, dass im Stadion Spiele bis zum Champions League Halbfinale und sogar Europaleague Finale ausgetragen werden können. Ein Ausweichen in das Happel Stadion wird somit für internationale Spiele nicht mehr notwendig sein. Ein erstes Champions League Spiel darf man mit dem Finale des Frauenbewerbs 2020 schon einmal austragen.

Anreise

Das sicherlich am besten funktionierende „Anreisemittel“ ist der Zug, da dieser seit einigen Jahren am Wiener Hauptbahnhof hält. Umgestiegen wird dann direkt in die U1 Richtung Oberlaa. Nach der vierten Station, „Altes Landgut“, sollte man dann die U-Bahn verlassen und kann sich anderwitig auf den Weg zum Stadion machen. Für Freunde der „komplizierteren Anreise“ empfiehlt sich die Buslinie 15A, 68A und 68B. Ausstiegsstation ist hier „Theodor Sickel Gasse“. „Andockstationen“ für die Buslinien sind der Bahnhof Meidling, sowie die U-Bahn-Station „Enckplatz“. Diese Vorschläge sind jedoch eher für in Wien lebende Wacker Innsbruck Fans sinnvoll.
Die Anreise mit dem Auto ist ungemein beschwerlicher. Von Innsbruck aus geht es Richtung Osten, bis man dann bei Altlengbach auf die A1 abbiegt und dem Verlauf bis Vösendorf folgt. Als Nächstes folgt die A23, vorbei am Knoten Inzersdorf, bis zur Ausfahrt „Verteilerkreis Favoriten“. Zwar gibt es einen Parkplatz für 180 Besucher, der wird jedoch ziemlich schnell belegt sein. Daher wird es wohl auf eine Parkplatzsuche in den Gassen unweit des Stadions hinauslaufen. Eine Alternative zur Parkplatzsuche in den Gassen kann eine Benützung eines Park and Ride Systems sein und der stressfreiere Anreiseweg via U-Bahn. Hierbei würde sich, für all jene, die aus dem Westen kommen, die Anlage in Hütteldorf anbieten. Mit der grünen Linie U4 geht es da bis zum Karlsplatz, wo auf die oben erwähnte U-Bahn Linie U1 umgestiegen wird und man kommt beim „Alten Landgut“ an.

b_350_1200_16777215_00_images_201819_Fanleben_Generali3.jpgKapazitäten und Gästesektor

Der offiziellen Homepage der Austria Wien zufolge bietet das Stadion in nationalen Bewerben 17.500 Zuschauern Platz; in internationalen Bewerben dürfen 15.000 Zuschauer willkommen geheißen werden. Die Westtribüne, auf der auch der Gästebereich ist, fasst 5.600 Zuschauer. Aktuellen Regelungen der Bundesliga muss der Gästesektor 10% der Gesamtkapazität bereitstellen, das heißt, für die Fans des FC Wacker Innsbruck wird man 1.700 Karten auflegen. Ob jedoch der zweite Rang des Gästesektors tatsächlich benötigt wird, wird sich am 27. Juli herausstellen. Zumindest der Eintrittspreis ist bekannt. Dieser beträgt 20 € (Vollzahler) bzw. 17€ (Ermäßigt).

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Alexander Riedling Alexander Riedling

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