b_350_1200_16777215_00_images_201819_Fanleben_fv2.jpg1:2 bei der Wiener Austria verloren, 2:3 lautete das Endergebnis im ersten Heimspiel gegen den SK Sturm Graz. Ich glaub, es geht schon wieder los. Böse Erinnerungen werden wach und hie und da wird schon wieder der Teufel an die Wand gemalt. Viel zu früh! Es sind erst zwei Bundesligarunden gespielt und unsere Gegner kommen noch!

 

Die Konkurrenz

Aber wer sind unsere Gegner? Sicher nicht mehr der FAC oder Blau-Weiß Linz. Und das ist gut so. Die Wiener Austria und der SK Sturm Graz sind da schon ganz andere Kaliber. Von der Papierform her gegen uns sicher die klaren Favoriten. Da muss man schon einen sehr guten Tag erwischen, um die in die Schranken zu weisen. Dass das geht, hat am Sonntag der WAC bewiesen, der die Austria mit 1:0 besiegt hat. Aber ist das nicht schlecht für uns? Der WAC ist ja so etwas wie ein direkter Konkurrent für den FCW.
Noch dazu hat Altach bei Rapid einen Punkt entführt und St. Pölten ist gar noch ohne Niederlage und so in den oberen Tabellenrängen zu finden. Das alles scheint schwarz-grüne Alarmglocken läuten zu lassen. Aber nein doch. Nach nur zwei Runden kann man noch keinen Trend vorhersehen. Doch wer ist nun unsere direkte Konkurrenz?
Der TSV Hartberg, der am Sonntag sein erstes Heimspiel in der Bundesliga gegen die Admira verloren hat und so wie der FC Wacker Innsbruck mit null Punkten in der Tabelle dasteht. Oder gesellt sich da noch der Ein oder Andere dazu? Das kann man zu diesem Zeitpunkt sicher nicht sagen. Die nächsten Runden werden es weisen...

Tolle Fans

Zum Schlager gegen den SK Sturm kamen fast 8000 Fans ins Tivoli. Darunter gut 600 Schwarz-Weiße. Aber mal ehrlich, irgendwie ist beides enttäuschend. Bei unserem letzten Aufstieg 2010 kamen gegen den SK Rapid immerhin 15.000 Anhänger. Darunter mehr als 1000 Grün-Weiße. Aber in der Zwischenzeit ist sehr viel Porzellan zerschlagen worden. Unsere Fans mussten eine wahre Durststrecke durchleben. Nichts desto trotz, jene, die gekommen sind, waren toll! Die Tivoli Nordtribüne präsentierte eine lässige Choreographie zu Beginn der Partie. Nach einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen „Gischi“ Westerthaler. Dann ging die Post ab. Die Blackys laut, wie man sie kennt und unsere Fans wollten denen nicht nachstehen. Man schickte sich doch manchmal unkommentierte „Nettigkeiten“ hin und her. Es hat auf den Tribünen gekribbelt und gebrannt. Auf den Seiten wurde fleißig mitgeklatscht und es gab selbst bei 0:3 und der drohenden Niederlage kaum Pfiffe. In der heißen Schlussphase (hatte mit den 34 Grad nichts zu tun) wurde das Tivoli zum Tollhaus. Da wäre den Unseren fast noch der Ausgleich geglückt. Das wäre ein Traum gewesen. Leider ist nichts daraus geworden. Aber die, die gekommen sind, brauchten ihr Eintrittsgeld nicht zu bereuen. Das war eine packende Partie, welche definitiv Lust auf mehr macht!
Die Niederlage tut zwar weh. Man konnte sich gegen die Grazer mehr erwarten. Aber von der Papierform her, auch wieder keine Sensation. Wir können uns halt keinen Grozurek, keinen Hosiner und keine Teamspieler leisten. Wir müssen uns nach der Decke strecken, weiter Gas geben und Fehler abstellen. Beim ersten Gegentor unserer Mannschaft konnte der Gegner vor dem Torschuss ja mit Genuss einen Espresso austrinken und hätte danach auch noch Zeit gehabt, sich den Ball optimal herzurichten. Das darf einfach nicht passieren. Dennoch machen solche Spiele Spaß!

Endlich

Gut angenommen wurden auch die Food Trucks vor dem Stadion. Eine tolle Sache! Auf Initiative des FC Wacker Innsbruck, in Kooperation mit Camerlander und anderen, gab es dort zu trinken, leckere original Thüringer Rostbratwürsteln, Flammkuchen und noch mehr. Und das Gute daran, unser Verein profitiert davon und auch unsere Fans. Auch nach dem Spiel war die Zone noch gut gefüllt. Zusammen mit dem Wacker Kiosk ist das schon was und das soll noch ausgebaut werden.
Und es soll nicht mehr allzu lange dauern, da eröffnet das schwarz-grüne "Spieltagscafé/Vereinsheim" bei der alten Kletterhalle mit etwa 200 Plätzen. Es geht was weiter und zeigt, dass das Zukunftsprogramm des FC Wacker Innsbruck nicht nur heiße Luft ist.

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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