b_350_1200_16777215_00_images_201819_Fanleben_fv8.jpgWacker Innsbruck beherrscht ab und zu das Wochenende, auch dann, wenn es nicht geplant war. Aber, was soll das schon heißen? Planbarkeit? Im Sport und bei Ergebnissen nicht viel - wie man feststellen musste.

Hinein ins Wochenende

Den Start ins Wochenende sollte eigentlich die zweite Mannschaft in ihrem Spiel gegen den FAC versüßen. Doch die Gäste aus Wien spielten dann doch nicht mit und entführten drei Punkte aus dem Tivoli. Hätten wohl die Floridsdorfer selbst nicht geglaubt, dass sie zwei Mal in einem Kalenderjahr im Innsbrucker Tivoli zwei Siege feiern dürfen. Aber es zählt am Ende, man möchte fast schon sagen, leider, dass man ein Tor mehr schießt als der Gegner. Dennoch durfte sich die FCW II durchaus loben lassen, konnte man doch bisher sehr gute Ergebnisse erzielen und ist von einem klaren Abstiegskandidaten, aufgrund des letztjährigen achten Platz in der Regionalliga West, in der 2. Liga weit entfernt. Spielerisch zeigt das Team, angeführt von Murat Satin, ansprechende Leistungen und der ein oder andere Spieler hat sich nicht nur aufgrund seines Aussehens oder Namens für einige Beobachter in das "Spotlight" gespielt. Die 315 Zuschauer sind zwar durchaus etwas ausbaubar, aber, wie zu beobachten war, scheint die Mannschaft laufend neue Zuschauer zu gewinnen. Das ist nicht zu verachten. Den kommenden Freitag wird es übrigens sehr interessant, da man auswärts in Wattens gastiert.

Die nächste Hoffnung

Am Sonntag ging es dann voller Hoffnung ins Stadion. Immerhin wartet der Autor dieser Zeilen seit mehr als vier Jahren auf den ersten Heimspielsieg. Aufgrund von anderen Hobbies abseits des FC Wacker Innsbruck, verpasste er nämlich den Sieg gegen Hartberg. Aus irgendeinem Grund wollte es dann nicht so wirklich mit dem ersten Sieg klappen. Eine Mischung wohl aus falscher Taktik, falscher Spielauswahl, effizienterer Gegner und dem altbekannten Thema Schiedsrichterentscheidungen ließen die Admiraner jubeln und die FCW-Fans verstummen. Es heißt also weiterhin "Warten auf den ersten Heimsieg in der Bundesliga" für mich. Ob es noch 2018 so weit werden wird? Ein zweiter Heimsieg wäre sehr wichtig für die Stimmung rund um den Verein gewesen, die ja abseits des Rasens Mitte September eine enorme Steigerung erfuhr. Doch auch das sportliche Thema trägt nun mal zum Wohlbefinden bei. Da hat man zumindest mit der Leihe von Cheikou Dieng eine sehr gute Entscheidung getroffen. An diesem Tag mit einem Tor und nach Patrik Eler mit der größten Chance.
Zumindest kulinarisch, so meine Empfindung, hat sich die Lage verbessert. Wacker Kiosk mit Würstel, Schnitzelsemmel und Toast und beim Eingang zum Stadion sind die beiden Stände auch zu empfehlen. Dass sogar kurz nach Anpfiff Bestellungen entgegen genommen werden und man ohne Probleme dann im Stadion genießen konnte, erfreute den Autor zusätzlich.
Wieso sich im Stadion ärgern, wenn es vor dem Stadion doch gute Sachen gibt?
Wenig mit Kulinarik werden die kommenden zwei Spiele zu tun haben. Auch wenn der SC Neusiedl am See laut verschiedenen Quellen in seinem Stadion einen durchaus guten Wein kredenzt, geht es für unsere Mannschaft doch um Erfolge und nicht ums Schlemmen. Nicht, dass sich Rene Renner oder Michael Lercher als Kellner tarnen und uns am Ende der Burgenlandwoche auch noch kräftig einschenken.

"Letzter Ausweg" 1.Klasse

Da sich nach Schlusspfiff die Situation im "wackeren Freundeskreis" verlief, ging es dann verspätet doch noch in die Reichenau zum Spiel der dritten Mannschaft. Die konnte sogar sieben Tore erzielen. Spielerisch scheint man auch diese Saison den anderen Mannschaften überlegen zu sein. Zumindest die Ergebnisse der aktuellen Saison sind ausgezeichnet.

Leider nicht daheim gespielt haben unsere Damen, die in Altenmarkt mit 3:2 gewonnen haben - und das nach 0:2-Rückstand! Sonst wäre es sogar ein vierfacher Wacker Innsbruck Besuch am Wochenende geworden. Aber eines ist klar. Auch abseits der Profis lohnt sich ein Besuch der schwarz-grünen Teams. Vor allem in Zeiten, in denen die Erfolgserlebnisse in der tipico Bundesliga auf sich warten lassen...

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Alexander Riedling Alexander Riedling

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