b_350_1200_16777215_00_images_201819_Fanleben_fv19.jpgDie 19 Runde der Tipico Bundesliga hatte einen großen Verlierer. Und der heißt FC Wacker Innsbruck. Die seit fünf Runden sieglosen Innsbrucker gingen bei der Admira mit 0:3 baden. Aber nicht nur die bittere Auftaktniederlage 2019 gibt zu denken, sondern die Art und Weise wie diese zustande gekommen ist.

 

Zeit für Experimente?

Schon beim Vernehmen der schwarz-grünen Aufstellung haben sich nicht wenige die Augen gerieben. Gegenüber dem Herbstdurchgang ist da kein Stein mehr auf den anderen geblieben. Gut, unser Trainer wird sich dabei schon etwas gedacht haben und er sieht die Spieler ja bei deren täglicher Arbeit. So weit, so gut.
Wenn es gut geht ist der Trainer der Held. Wenn nicht, oft der Depp. Es liegt mir fern unseren Trainer zu kritisieren. Nur ER muss es schließlich verantworten. Als aktiver Fan darf man allerdings Experimente in einem so wichtigen Spiel zumindest hinterfragen. Von Diskussionen lebt dieser Sport nun mal.

Da passts hinten und vorne nicht

Wenn man in einem Auswärtsspiel mehr Spielanteile vorweisen kann und annähernd so viele Torschüsse zu verbuchen hat, als die Heimmannschaft und trotzdem derart untergeht, so kann einiges nicht gepasst haben. Klar ausgedrückt, hinten zu offen und vorne zu harmlos. Und es haben die Automatismen im Spiel der Unseren nicht gegriffen. Da wird das Trainerteam bis zum kommenden Sonntag (17 Uhr) noch jede Menge Arbeit haben. Aber in jedem Spiel bekommt man eine neue Chance. Und ich bin mir ganz sicher, am Sonntag gegen den SV Mattersburg wird man eine ganz andere schwarz-grüne Mannschaft zu sehen bekommen. Und das wird sehr wichtig werden. Denn in weiterer Folge müssen wir nach Pasching zum LASK und dann kommt der Meister, die Eurofigther aus der Mozartstadt zu uns.
Zwei der drei Admira Siege haben die gegen uns gemacht. Das Tote zum Leben erwecken hat in Innsbruck schon traurige Tradition. Aber wenn man so denkt, könnte man auch sagen: Gegen den LASK ist uns im Herbst ein Sieg geglückt und auch gegen den Meister aus Salzburg sind wir in dieser Saison noch ungeschlagen. Die Lage scheint zwar hoffnungslos, ist aber auch nicht aussichtslos.

Viel Farbe auf der Tribüne

Die Vorfreude unserer Fans auf die erste Partie im Frühjahr war groß. Neue Fahnen wurden gebastelt, neue Pläne geschmiedet und der Bus nach Maria Enzersdorf schnell ausgebucht. Aber auch sehr viele Schwarz-Grüne aus dem Osten Österreichs haben dieser Partie entgegengefiebert. Auf der Gästetribüne herrschte ein Fahnenmeer und trotz der Niederlage eine überraschend gute Stimmung. An Unterstützung würde es unserem Team nicht fehlen. Gemessen an der Zuschauerzahl in der Südstadt muss sich das ja wie ein Heimspiel angefühlt haben. Unsere Fans machten da mit einem Spruchband auf sich aufmerksam, das für Furore gesorgt hat. Und schon am selben Tag in sämtlichen Medien zu bewundern gewesen ist. So erreicht man auch sein Ziel. Den Herrn, den es betroffen hat, dem wird das weniger amüsieren. Wann kommt die Retourkutsche?

Bittere Niederlage

Diese Niederlage war bitter. Besonders beim Schlusslicht der Tabelle. Aber sind wir nicht selbst Schlusslicht? Mittlerweile hat uns sogar der TSV Hartberg in Sachen Personalkosten überholt und unser FCW verfügt über die billigste Mannschaft der Liga. Mehr ist leider nicht möglich!
Und in Tirol träumt man immer noch von großen Zeiten. Aber ist das nicht eine Art Realitätsverweigerung?
Abstiegskampf daher ganz normal? Nun ja, wenn man sieht, dass unsere Mannschaft sogar mit großen Teams mithalten kann, wäre schon mehr möglich. Muss mehr möglich sein!
Aber gemessen an den Rahmenbedingungen in Innsbruck und den Möglichkeiten des FC Wacker Innsbruck ist jeder kleinste Erfolg eben ein Erfolg. Und dazu zählt der Klassenerhalt. Wird der geschafft, so ist man in der Spur. So muss man das deutlich sagen. Auch wenn viele von mehr träumen. Denn was man in dieser Zeit so zu hören bekommt, so muss man den FCW eh bewundern. Eigentlich ist Profifußball auf Bundesliganiveau in Innsbruck nicht möglich!

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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