b_350_1200_16777215_00_images_201819_Fanleben_fv23.jpgWas für ein Tag! Traumwetter schon vor der Abfahrt in die Steiermark. Heller als der Sonnenstrahl, erstrahlte am Ende nur der FC Wacker Innsbruck und die Herzen seiner Fans. Schon vor der Partie war klar, in dieser Gruppe wird es zehn Endspiele geben. Und das erste „Finale“ wurde schon mal souverän gewonnen. Und wie souverän. So was hat man lange nicht gesehen.

 

Dem Traum entgegen

Zahlreiche private PKWs machten sich da am Samstagmorgen auf dem Weg in die Oststeiermark. Dem Wetter nach, ging es fast 600 Kilometer der Sonne entgegen. Näher, ja viel näher hatten es da schon unsere Freunde aus Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark. Aber auch aus anderen Bundesländern und sogar aus Südtirol gab es schwarz-grüne Unterstützung. Oft kommen Wackers Anhänger nach langen Reisen zu spät zum Spiel. Diesmal nicht und das war auch gut so.
In Hartbergs schmucker Altstadt ist die Modefarbe am Samstagnachmittag Schwarz-Grün gewesen. Ein Mitfahrer hat dabei gar gemeint, ein bisschen wie Frankfurt in Mailand. Aber nur ein ganz kleines bisschen. Unser Minimailand in der Thermenregion.
Angespannt ist man gewesen. Ja, sehr angespannt. Eine neuerliche Niederlage käme einem Supergau gleich. Ab jetzt zählt jedes Spiel. Doch die Zuversicht und die Vorfreude haben überwogen.Es sollte unser Tag werde.

Kleine Reise nach der Reise und mein Dank

Erst einmal musste ich mich auf die Suche nach meiner Fotoakkreditierung begebenen. Das gestaltete sich gar nicht so einfach. Die war irrtümlich bei unserem Klub-Sekretär Gogo gelandet. Also einmal außen komplett um das Stadion und dem nicht genug, musste man dann hinaus zur Straße und wieder zurück, um zum Auswärtssektor zu gelangen. Unsere szenekundigen Beamten regelten dann, dass ich im Stadion meinem Ziel nähergekommen bin. Nach zähen Verhandlungen also denselben Weg wieder zurück (diesmal im weiten Oval) und da war sie, das Objekt meiner Begierde. Begrüßt von unserer sportlichen Leitung und auch der Präsidentin der Hartberger, Brigitte Annerl. Das erlebt man ja auch nicht alle Tage.
Und noch ein Wort zu Alfred Hörtnagl, der hat mich beeindruckt und man hat seine Anspannung förmlich gespürt. Trotz dieser enormen Anspannung hat Ali mir Mut zugesprochen und alles Gute gewünscht. Wir sind halt doch eine Familie. Die Wackerfamilie.

Eine Lanze brechen möchte ich für die szenekundigen Beamten. Was die leisten, abfedern und verhandeln finde ich eine Erwähnung wert. Eigentlich betreiben die mitunter schon Fanarbeit. Und haben immer ein offenes Ohr. So soll Polizeiarbeit sein - Danke!

Souverän in die Nacht

Kaum meinen Fotoapparat gezückt, da ist es auch schon 1:0 für unsere Jungs gestanden. Zu erwähnen wäre noch, dass unser Torwart und Publikumsliebling Knetti vor einer ersten Ballberührung seine Kappe vor den Ball gezogen hat. So auch noch nie gesehen.
Gleich darauf ist das Stadion auf Innsbrucker Seite Kopf gestanden. Da war man dann besonders gut gelaunt. Von der ersten bis zur letzten Minute. Was für ein souveräner und guter Auftritt unserer Mannschaft. Ein Traum in Schwarz-Grün.
Unsere Mannschaft hat sich nach dem Spiel auch gar nicht lange mit Feiern vor ihren Fans aufgehalten. Voll Fokussiert auf nächsten Samstag ging es auf die Heimreise.
Nicht so für ein paar Wackerfans. Die Nacht wurde in Hartberg verbracht. Und da durfte man über die Gastfreundschaft bei unseren Konkurrenten erstaunt sein. Da wurden wir sogar schon mal eingeladen.

Feierlaune

So ein Gefühl des souveränen Sieges in unserer Situation kommt ja nicht alle Tage vor. Da durfte schon mal gefeiert und zum Abschluss des Tages ein Absacker im Pup genommen werden. Zeit um unsere schwarz-grünen Erlebnisse Revue passieren zu lassen. Ein wenig „verrückt“ sind wir schon. Seit Jahrzehnten in der Fremde und dahoam am Tivoli dabei. Immer und immer wieder. Egal ob Niederlage oder Erfolg. In unserem Fall doch gefühlt mehr Niederlagen. Was aber unserer Verbundenheit, unserem Enthusiasmus keinen Abbruch tut. Das kann uns niemand mehr nehmen. Diese (schwarz-grünen) Erlebnisse sind unser. Während Bekannte, sogar Verwandte vom FC Salzburg oder den Bayern reden, kostet das nur ein müdes Lächeln. Alle Jahre ums sportliche und wirtschaftliche Überleben kämpfen, oft totgesagt, aber immer noch da. Und viele von uns immer mit dabei. Wacker Innsbruck, du wirst immer in unserem Herzen sein. Egal wo und gegen wen du spielst!
Darauf darf man auch stolz sein!

Und „weida“

Vor lauter Revue passieren lassen wurde uns in dieser kurzen Nacht auch noch eine Stunde "gestohlen". Die Rückfahrt am Sonntag ist dann genauso lustig gewesen, wie die Hinfahrt. Kein Wunder mit weiblichen DJs und deren Gesangskünsten. Vielleicht nehm ich das nächste Mal doch wieder den Ultrabus. Spaß beiseite, ich bedanke mich bei Barbara, Julia und Bernd für das sehr schöne Wochenende! Das hat Glück gebracht und schreit nach Wiederholung.
Und nicht vergessen, am Samstag (17 Uhr) Pflichttermin!!! Rapid kommt und das wird ein echter Schlager. Alles geht!
@Barbara und Julia: Den Glückstannenzapfen nicht vergessen! Dann wird alles gut gehen...

Hinweis / Autor

Dieser Text stellt geistiges Eigentum des tivoli12 magazins dar und ist somit urheberrechtlich geschützt. Um den Text, oder Teile davon nutzen zu können, setzen Sie sich bitte mit dem tivoli12 magazin in Verbindung.

Rudolf Tilg Rudolf Tilg

Artikel bisher gesamt: 517