b_350_1200_16777215_00_images_202122_Fanleben_fv2_1.jpgDa ging eine turbulente Fußballwoche zu Ende. Am Mittwoch der Vereinsabend des FCW. Am Donnerstag sehr prominente Testspielpartner und am Freitag unser Meisterschaftsspiel gegen Kapfenberg 1919. Am Ende gingen (nicht) alle baden.

 

So solls sein

Fast eineinhalb Jahre hat es keinen Vereinsabend des FC Wacker Innsbruck mehr gegeben. Seither ist derart viel passiert, das erleben die meisten Vereine in deren ganzen Vereinsgeschichte nicht. Dementsprechend kontrovers fand dann auch eine alles in allem sehr gute Diskussion über die Geschehnisse der letzten Monate und über die Aussichten dieser Spielzeit statt. Was darüber hinausgeht, wird der Verlauf der laufenden Saison zeigen. Wenn man bedenkt, dass zum Budget der letzten Saison 4,7 Millionen Euro gefehlt haben, wir aber mit einer sehr guten Mannschaft die Saison bestreiten können, darf man schon anerkennend nicken. Dass es überhaupt so weit kommen musste, löst natürlich Debatten und Diskussionen aus. Und auch wenn ich anderer Meinung bin als so mancher Kritiker der letzten Geschehnisse, nehme ich das mit sehr viel Wohlwollen zur Kenntnis. Mit Schaudern erinnere ich mich an eine Generalversammlung zurück, wo ein 1,2 Millionen Euro-Defizit ohne einen einzigen Kommentar und mit nur sieben Gegenstimmen abgesegnet wurde. Die Mitglieder sind erwachsen worden und das ist gut so!

Millionenstars hautnah

Liverpool am Tivoli. Für mich nichts Neues. Dreimal schon erlebt. Doch das ist schon lange her. Nun war es aber wieder einmal so weit. Das Blitzturnier mit schwarz-grüner Beteiligung fand leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Aber am Donnerstag gab es den Testspielkracher der Reds gegen Hertha BSC. Bestens organisiert vom ehemaligen Manager und Ex-Wackerprofi Christian Ablinger (SLFC Soccer GMBH), die sehr viele tolle Freundschaftsspiele in Tirol organisieren. Von den Behörden kann man das weniger behaupten. Das war ein ziemliches Chaos rund ums Tivoli. Da habe ich mir ernsthaft gedacht, zum Glück ist das nicht immer so. Aber es wäre natürlich toll, wenn bei unserem FCW ebenso ein Andrang herrschen würde. Sehr viele Fans sind extra aus England und Deutschland angereist. Mitunter gab es gute Stimmung, meist aber war das Klicken der unzähligen Kameras das Lauteste im Stadion. So ist es eben bei solchen Testspielen. Zumeist quälende Stille. 90 Minuten Support gibt es eben nur bei Bewerbsspielen, bei denen die Fanszene anwesend ist. Sieben tolle schöne Tore, Starfußballer und -trainer hautnah, ich würde sagen, das hat sich ausgezahlt. Auch wenn es diesmal nicht der FCW war und ich da mit einem gänzlich anderen Gefühl ins Stadion gegangen bin.

b_350_1200_16777215_00_images_202122_Fanleben_fv2_2.jpgUnd wieder die Reds

Keine 24 Stunden später hieß es, „Black-Green gegen die Reds“. Nein, nicht die aus Liverpool schon wieder. Jene aus der Oststeiermark. Aber der Gegner war relativ unwichtig. Nach 512(!) Tagen gab es wieder Stimmung auf der Nordtribüne. Und Tags darauf, bezeichnete man die in „Tirol heute“-Bericht, als „Gänsehaut“. Dass die auch mal draufkommen...
Dieses Spiel verlief wie auf einer schiefen Ebene. Nicht einmal zwei Halbchancen hatten die Kapfenberger in 90 Minuten zu verbuchen. Dennoch ist bei den Schwarz-Grünen noch sehr viel Luft nach oben. Spielerisch überlegen, aber im Abschluss zu harmlos - richtige Dominanz sieht etwas anders aus, aber daran lässt sich arbeiten. Mit dem Wetter hatten wir Riesenglück. Im Tiroler Unterland hatte bereits am Nachmittag der Sturm gewütet, Hagel und Starkregen für Verwüstungen gesorgt. Da war es in Innsbruck noch angenehm. Erst als die zweite Halbzeit im Gange war, sind dunkle Wolken aufgezogen. b_350_1200_16777215_00_images_202122_Fanleben_fv2_3.jpgEs stand bereits 2:0 für den FCW, als der Himmel seine Schleusen öffnete. Und wie. Die Leute auf der Osttribüne sind reihenweise geflüchtet, weil der Wind den Starkregen bis in die letzte Reihe geblasen hat. Das Spielfeld wurde zum Wildwasser und die Spieler eine Mischung aus Wasserballern und Schiffbrüchigen. Zum Glück brachte der Schiedsrichter das Spiel über die Zeit.
Und wer bei diesem Spiel genau vor die Nordtribüne geschaut hat, hat ein neues Transparent entdeckt. Das des "Inventars" und dieses wurde jetzt ordentlich getauft und ist damit abgehärtet für alle (stürmische) Zeiten!

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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