b_350_1200_16777215_00_images_202122_Fanleben_fv_21_1.jpgAuch in der Länderspielpause geht das Leben weiter. Und wie. Unsere zweite Mannschaft absolvierte zwei Pflichtspiele. Die Damen waren im Einsatz, so wie auch die Herren III. Die Profis haben ein Testspiel hinter sich gebracht, aber für richtige Highlights in Schwarz-Grün hat der Anhang gesorgt.

 

Mehr Mut zur Offensive

Für die Fische ist so eine Länderspielpause nicht (außer für das Nationalteam selber). Zeit zum Regenerieren, neu sammeln, so wie auch das ein oder andere zu testen. So haben auch die Profis des FC Wacker Innsbruck vergangene Woche gegen die „Schanzer“ (Ingolstadt) getestet. Nur phasenweise konnte dem deutschen Zweitligisten Paroli geboten werden. Augenscheinlich war die Harmlosigkeit des FCW in der Offensive. Wiederum wurden die besten Tormöglichkeiten regelrecht vergeigt. Das ist unverständlich, da die Schwarz-Grünen in der Offensive eigentlich stark besetzt wären. Nach Hannes Aigner und Sammy Koejoje konnten sich in Innsbruck nur wenige Stürmer so richtig durchsetzen. Lukas Hinterseer, Marcel Schreter, Patrick Eler und Zlatko Dedic einmal ausgenommen. Vielleicht sollte einmal ein wissenschaftliches Experiment gestartet werden, um einen der Starstümer an den Inn zu transferieren. Klappt es dann immer noch nicht, liegt es echt an der Stadt, dem Sommerwind oder uns Fans.
Gut, Test ist Test und die Hoffnung, dass Ronivaldo und Co das Runde wieder vermehrt ins Eckige treffen, die stirbt bekanntlich zuletzt

Deren Moral ist ein Wahnsinn

Fünf Spiele in zwei Wochen, mehr als zehn Ausfälle, aber seit der ersten Runde in der Regionalliga Tirol weiter ungeschlagen. Das ist der FC Wacker Innsbruck II. Am Dienstag in Wattens waren die Burschen einem Auswärtssieg sogar sehr nahe. Zwei Minuten haben gegen die mit drei Spielern aus dem Profikader verstärkten Jungkristallbuam gefehlt. Da gelang denen der Ausgleich zum 2:2 Endstand. Im Endeffekt glücklich für Wattens, aber die haben alles darangesetzt, gegen den einstigen Partner nur nicht zu verlieren. Aufopfernd kämpfende Wackerianer haben dagegengehalten. Ein tolles Spiel mit einem gerechten Ergebnis und was aufgefallen ist, vor nicht viel weniger schwarz-grünen Zusehern, als heimischen Zaungästen im Alpenstadion.
Nur vier Tage später das fünfte Auftreten unserer Fohlen innerhalb der letzten zwei Wochen gegen den Ligamitfavoriten aus Schwaz. Ein „Heimspiel“ in der Region des Gegners (sechs Kilometer vom Schwazer Sportzentrum entfernt), nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal. Die „Sportstadt“ Innsbruck ist gut im Zubetonieren, aber hinkt halt sonst in vielen hinterher. Wer der Favorit im "Donaustadion" (Jenbach) am Inn gewesen ist, dazu braucht man nicht lange zu philosophieren. Zumal sich die Silberstädter im Sommer mit einem ehemaligen Bundesligakicker (Benni Pranter) weiter verstärken konnten. Weitere Ausfälle und trotzdem zweimal einen Rückstand wettgemacht - unsere Burschen sind ein Wahnsinn. Rio Nitta ist ein Wahnsinn. Der Japaner konnte sein Torkonnto mit einem Doppelpack weiter aufbessern. Die Gegner schreien schon, "nitta schon wieda".

Niederlage – Sieg – Niederlage

In der Frauenbundesliga mussten unsere Damen leider eine Niederlage gegen Altenmarkt hinnehmen. Nach dem Umbruch heißt es kämpfen. Die 1:2 Niederlage ist zwar denkbar knapp ausgefallen, dennoch fehlte die Schaltstelle. In der Future-Liga konnte allerdings ein überzeugender 8:0 Kantersieg gegen die zweite Frauenmannschaft von Altenmarkt eingefahren werden. Das gibt doch Zuversicht.
Die Herren III haben ebenfalls gegen die zweite Mannschaft von Telfs mit 3:4 den Kürzeren gezogen. Dabei hatten die Burschen Bekanntschaft mit einer echten Wackerlegende(!) gemacht. Marcel Schreter hat es sich nicht nehmen lassen, gegen „SEINEN“ Verein aufzulaufen. Die Jungwackerianer kassierten nach dem Pausenstand von 1:1 innerhalb kürzester Zeit drei Gegentore. Die Buam kamen dann zwar noch auf 3:4 heran. Zum Ausgleich hat es jedoch nicht mehr gereicht

Der Wermutstropfen eines genialen Wochenendes

Das 24. Studi Gendenkturnier fand am Samstag am Gramartboden auf der Hungerburg statt. Das ist ein alljährliches Fußballturnier, bei dem Fanklubs und deren Freude die Fahnen gegen Fußballschuhe tauschen. Auch Freunde aus Frankfurt waren anwesend. Der Sieger dieses Turniers ist eigentlich Nebensache. Es wird dabei den verstorbenen Fanclubmitgliedern und Freunden gedacht. Und so möchte ich mich bei den „Verrückten Köpfen 91“ für den Blumenstrauß für meine verstorbene Andrea herzlich bedanken. Der landet heute unweit unserer Heimat Tivoli im Pradler Friedhof an ihrer Grabstätte.
Der Gramartboden ist legendär. Mitten im Wald, bei einer Grillerei, guten Sound und unter Freunden mit Kind, Hund und Kegel. Gewonnen haben alte Bekannte des Turniers. „Eingerecht Innsbruck“. Aber eigentlich sind alle Sieger. Auch unsere Hinterbliebenen! Denn die bleiben für immer unvergessen! Ich wäre so gerne dabei gewesen. Doch mit meinem Fanclub, dem „Wacker Inventar“ hatten wir schon anfangs des Jahres einen Termin für unsere erste „Inventur“ fixiert. Der sich dann auch leider nicht mehr verschieben lassen konnte. Die „Inventur“ war eine Grillfeier auf 1700 Meter oberhalb von Nößlach. Einfach nur genial, mit einem Riesenlagerfeuer und Gegrilltem. Phyroeinlagen und einer anschließenden Megaparty inklusive einer Übernachtung in Kinderstockbetten. Aber schlafen wird ohnehin überbewertet. Besonders wenn das Aggregat alle 20 Minuten markerschütternde Geräusche von sich gibt. Wir durften mit Margret, welche unserem Transparent Leben eingehaucht und aus der Taufe gehoben hat, einen Ehrengast begrüßen. Die Ampasserin ist von ihrem Heimatort bis zur Nößlachhütte „geradelt“. Meinen höchsten Respekt dafür! Das ist Wacker-das ist Fußball-das ist SCHÖN!

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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