b_350_1200_16777215_00_images_202122_Fanleben_fv20.jpgSonntag war Stichwahltag. 27 Gemeinden haben in dieser Wahl ihren neuen Bürgermeister gewählt. Nicht so in der Landeshauptstadt Innsbruck. Dort bestand die Wahl, „gemma Wacker schaugn“ oder verbringt man den Sonntagvormittag mit anderen Aktivitäten. Jene, die ersteres gewählt haben, haben eine ausgezeichnete Entscheidung getroffen.

Was haben die gefrühstückt?

Vor dem Tivolistadion konnte man erneut bei einem Gewinnspiel des FCW Sponsors „Mondo Gate“ mitmachen und das Endergebnis der Begegnung gegen den Tabellenführer aus Lustenau tippen. Manche waren optimistisch. Mein Tipp war 3:1 für den FCW. Aber von 0:1 bis 0:6, einem 2:4 oder 1:5 war alles vertreten. Nur sehr selten auf Sieg der Schwarz-Grünen. Klassisch vertippt oder ungültig gewählt. Die sind mit ihrer Wahlprognose etwa so weit danebengelegen, wie der Schwazer Bürgermeister, der hochkant aus dem Rathaus geworfen wurde. Von den Wählern, nicht von den FCW-Fans. Das Spiel gegen die Lustenauer Austria begann wie auf einer schiefen Ebene. Die Überflieger der Saison sind am holprigen Innsbrucker rasen ziemlich brutal auf den harten Boden der Realität gelandet. War es der Föhn, der so manchen Landeanflug auf „Innsbrucklyn“ äußerst schwierig macht, war es der Druck der Tabellenführung oder hat der Favorit den Gegner unterschätzt, keine Ahnung. Die „Gsis" bekamen von der ersten Minute keinen Zugriff auf die Partie. Wie denn auch, wenn die Schwarz-Grünen ein Offensivspektakel par excellence auf den Rasen gezaubert haben. 3:0 nach 28. Minuten. Einziger Wermutstropfen. In Halbzeit zwei hat Wacker die Chancen auf ein Schützenfest ausgelassen. Da fragt man sich, was haben die Spieler in unseren Farben zum Frühstück gegessen? Das bitte jetzt jede Woche zu sich nehmen! Und ja nicht das, was es vor dem Steyr-Spiel gab.

Leidenschaftliche Derbystimmung

„Nur“ 2502 Zuseher. Etwa 300 davon aus dem Ländle. Aber im Stadion hat sich das zeitweise so angehört, als wären es fünfmal so viele. Bei Kaiserwetter zur Matinee im Innsbrucker Tivoli. Alles "dank" LAOLA. Für Heimspiele an solch einem herrlichen Tag könnte ich mich mit so einem Termin vielleicht noch anfreunden. Aber wir waren um die selbe Zeit schon einmal in Graz zu Gast. Was für Heimspiele noch annehmbar ist, geht für Auswärtsfans gar nicht. Das wird zur Tortur. Respekt den Vorarlbergern (und ihren Freunden aus Augsburg)! Die machten eine überraschend gute Stimmung. Nur mit deren Banner „Die besten im Westen“ sind sie an diesem Tag etwa so weit weg gewesen, wie Neuseeland von Tirol entfernt ist. Für die gut aufgelegten Innsbrucker hingegen, war das kleine Westderby so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm. Die Mannschaft und deren Anhang darf sich auf die nächsten Begegnungen freuen. So kommt die Leistungssteigerung der Schwarz-Grünen gerade zur rechten Zeit. Und erstmals seit dem 29. Oktober (2:0 in Horn) wurde der wackere Kasten sauber gehalten. Jetzt müsste nur noch das allwöchentlich von neuem zugesagte Geld endlich auf dem Vereinskonto des FCW eintreffen... die Zeit drängt gewaltig!
Beim Aufstiegsfavorit aus Lustenau lief auf der Heimfahrt Gerüchten zu Folge der Schlager, „Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an“ im Bus in Dauerschleife. Die spüren jetzt die Verfolger aus Wien Floridsdorf extrem in Nacken. Sachen gibt’s.

Nicht zu schämen braucht sich die Damenmannschaft für deren knappe 0:2-Niederlage in St. Pölten. Phasenweise konnten die Amateurinnen aus Innsbruck mit den Profis aus St. Pölten überraschend gut mithalten.

Gemma „Guates“ tuan

Nicht vorenthalten wollen wir auch die aktuelle Spendenaktion der Tivoli Nord, Faninitiative Innsbruck und des FC Wacker Innsbruck. Hier der Spendenaufruf im Wortlaut:

Wie mittlerweile alle mitbekommen haben, ist das Ausmaß des Krieges in der Ukraine verheerend. Wir glauben daher, dass es unsere Pflicht und Aufgabe ist eine klare Position zu beziehen und uns solidarisch mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen. Solidarität ist und war schon immer eines unserer allerhöchsten Güter und hat uns schon durch unzählige schwierige Situationen gebracht.

Es hat bereits erste Aktionen im Umfeld der Innsbrucker Fanszene gegeben. Dabei sind beispielsweise ein Neunsitzer und ein Kastenwagen an die polnisch/ukrainische Grenze gefahren und haben medizinische Hilfsgüter, Kleidung, Lebensmittel und Hygieneartikel geliefert. Im Zuge dessen ist es auch gelungen, mit Unterstützung der Schwazer Stadtbevölkerung und dem Bürgermeister, eine junge Familie (Mutter mit 2 Kindern und Großmutter) sicher nach Tirol zu bringen und in einer Wohnung in Schwaz einzuquartieren.

Es hat bereits erste Aktionen im Umfeld der Innsbrucker Fanszene gegeben. Dabei sind beispielsweise ein Neunsitzer und ein Kastenwagen an die polnisch/ukrainische Grenze gefahren und haben medizinische Hilfsgüter, Kleidung, Lebensmittel und Hygieneartikel geliefert. Im Zuge dessen ist es auch gelungen, mit Unterstützung der Schwazer Stadtbevölkerung und dem Bürgermeister, eine junge Familie (Mutter mit 2 Kindern und Großmutter) sicher nach Tirol zu bringen und in einer Wohnung in Schwaz einzuquartieren.
Es hat sich dabei aber gezeigt, dass es noch weit mehr an Unterstützung bedarf. Da die Logistik und die Anforderungen für die Flüchtenden, die Menschen in der Ukraine und den ukrainischen Widerstand sehr spezifisch sein können, möchten wir hiermit vorwiegend zu Geldspenden aufrufen. Sachspenden machen aktuell nur Sinn, wenn es sich um folgende Dinge handelt:
• Erste Hilfe Set
• Notfallmedizinisches Material
• Wasseraufbereitungstabletten
• Taschenlampen/Stirnlampen
• Gewebeklebeband
• Thermounterwäsche
• Schlafsäcke
• Arbeitshandschuhe
• Dieselgeneratoren 5KW
• Schutzbrillen
• Schnellkochendes Essen
• Energieriegel

Sollte jemand im Besitz eines der oben genannten Produkte (bitte nur neue bzw. neuwertige) sein, wird es die Möglichkeit geben diese auch am 15.3. zwischen 18-21 Uhr und am 20.3. 18-21 Uhr in den ehemaligen Oberhammer-Hallen in St. Bartlmä 3, 6020 Innsbruck abzugeben.

Für Geldspenden ersuchen wir folgende Bankverbindung zu verwenden:
Name: ANDREAS LUXNER
IBAN: AT92 2050 3033 0231 8286
Verwendungszweck: „Solidarität UKR“
Spendenaktion läuft bis 21.03.2022

Wir bemühen uns so transparent wie möglich vorzugehen und genauestens zu dokumentieren, welche Güter angeschafft wurden und wohin sie gebracht werden. Was benötigt wird und wohin es geliefert werden soll, wird mit den bereits sehr guten Kontakten in Polen und der Ukraine koordiniert.
Es macht sich in der Kalenderwoche 12 ein weiterer Konvoi von Innsbruck aus auf den Weg in die polnische Grenzstadt Przemyśl um Hilfsgüter zu übergeben und auch Menschen von dort nach Österreich oder andere sichere Orte in Europa zu bringen.

„Alle z‘ammen stehen wir“

Tivoli Nord & FC Wacker Innsbruck & Faninitiative Innsbruck März 2022

Hinweis / Autor

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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