fv 8 22Was für Gastgeber, was für eine Freude, was für ein Fußballfest. „Nur“ das Ergebnis freut die Schwarz-Grünen nicht. 0:2 am Eingang zum Stubaital. Da soll man dann doch besser "Schifoan gean". Im Fußball gab es da leider nichts zu holen. Weil Wacker nach zwei Minuten in Rückstand geraten ist, der Gegner mit einer Fünferkette die Schotten dichtgemacht und sich gedacht hat, „der frühe Vogel fängt den Wurm“ Die Hausherren haben in der Chairmanarena einen echten Heimvorteil. Nein, nicht, weil die Fans dort so laut sind, sondern das Spielfeld entspricht gerade noch den Anforderungsmaßen. Einmal in Rückstand, wird es für jeden Gegner im wahrsten Sinne des Wortes sehr „eng“. Und der FCW hat es doppelt so schwer. Für jeden(!) Gegner ist es in der Tiroler Liga „ihr“ Spiel des Jahres.

 

Da bleibt einen die Luft weg

Natters ist bekannt als Luftkurort. Da gibt es auch ein Krankenhaus für Lungenkrankheiten. Auch eine Kinder und Jugendpsychiatrie ist dort beheimatet. An der Lunge fehlt mir nichts, aber psychisch brachte einen der FC Wacker Innsbruck schon öfter in die Nähe einer Gummizelle. Nichtsdestotrotz, wir sind da. Weil wir immer schon da waren und es noch sein werden, sollte unser Verein sogar einmal zu Grabe getragen werden. So waren auch in Natters viele Schwarz-Grüne zu Besuch. Vielleicht hätte sich der ein oder andere noch auf die eigens errichtete Tribüne quetschen können, aber viele zogen es vor, neben der Tribüne zu stehen. Der Wackersektor war trotzdem ausgesprochen gut gefüllt. Die Lunge aus dem Leib geschrien, dürften die den Reaktionen des Vorsängers nach zu schließen, doch nicht immer. Aber man kann nicht jedes Mal in Hochform sein und so schlecht war das jetzt auch wieder nicht. Schließlich musste man ja auch, auf das Seniorenheim direkt hinter dem Sektor Rücksicht nehmen.

Seinen Wacker direkt vor der Haustüre

Das hätten sich die Gebrüder Tommy und Erwin Gaßler, die Gründungsväter der Fanszene in Innsbruck, auch nie gedacht, dass ihr FC Wacker Innsbruck einmal in ihrem Vorgarten antreten wird. Die Gästetribüne wurde 30 Meter von ihren Anwesen entfernt aufgestellt. Natürlich war die Vorfreude da sehr groß. Tommy war dann leider als Wanderführer verhindert. Eine Alpenüberquerung ist ja auch etwas Schönes. Erwin hatte alte Weggefährten eingeladen. Überhaupt scheinen in Natters mehrere Schwarz-Grüne beheimatet zu sein. Bei der Einfahrt nach Natters begrüßten einen schon etliche schwarz-grüne Fahnen. Dass es aber überhaupt zu diesen Spiel gekommen ist, dafür hat es eine Menge an Vorbereitungen benötigt. Da wurde hin und her überlegt, wie dem Fanansturm Herr zu werden ist. Die einfachste Lösung wäre gewesen, einfach zu sagen, wir haben keinen Platz und man schließt die Gästefans aus. Nichts da, es wurde eine richtig geile Tribüne organisiert. Vom Tiroler Zeltverleih. Mehrere tausend Euro dürfte das gekostet haben. Aufgestellt wurde die von freiwilligen Helfern. Mir wurde gesagt, das war sehr schwierig, schweißtreibend und kompliziert. Dann schien auch der Wettergott etwas gegen ein tolles Fußballfest zu haben. Die ganze Nacht und den Vormittag über hat es geschaffelt wie aus Kübeln.

Wenn die Sonne lacht

Aber mit Anpfiff der Begegnung in Natters kam die Sonne zum Vorschein. Der Boden weich, der Fotograf zu schwer, da ging auch mein Hocker in die Brüche. Den will sich der FC Natters nach eigener Definition in die Kantine hängen. Das Spiel begann praktisch mit einem 0:1. Das kann ja heiter werden. Mangels Sitzgelegenheit habe ich es mir am Spielfeldrand auf den Boden gemütlich gemacht. Das blieb aber nicht lange unbemerkt und die Verantwortlichen des FCN haben den Klappstuhl ausgegraben und ich bekam eine gemütliche Sitzgelegenheit. Die sind nicht nur gut im Organisieren und überaus gastfreundlich, sondern auch sehr aufmerksam. Auf dem engen Platz taten sich unsere Jungs sehr schwer. Ihre beste Phase hatten die Wackerianer in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit. Da drückten die Schwarz-Grünen vehement auf den Ausgleich. Wenn der in dieser Phase fällt, na dann.....

Pustekuchen, ist er aber nicht und in der zweiten Halbzeit dann wieder das Bild, wie vom Anpfiff weg. Wacker rannte an und kam nicht durch die Stubaitaler Fünferkette. Und die waren in ihren Gegenstößen immer gefährlich, hoch motiviert und spielten sehr konzentriert. Phasen hatte auch das Wetter. Einmal warm, dann wieder luftig, Sonnenschein und Regen. Fast so, wie unser Spiel. Ganz kalt wurde es dann für uns, kurz vor dem Schlusspfiff. 0:2. Egal, es war ein tolles Fußballfest. Wir werden da nicht durch die Tiroler Liga durchmarschieren. Schließlich hat unsere Mannschaft einen Altersdurchschnitt von kaum 18 Jahren. Welche uns sicher noch Freude bereiten wird und schon bereitet hat. Solche Spiele wird es immer wieder geben. Aber eine Freude war es, mitzuerleben, wie sich der Gegner riesig auf den FC Wacker Innsbruck gefreut hat, was der investiert hat und was das für ein Fest geworden ist. Das könnte mehr wert sein, als die drei verloren Punkte und man muss auch ehrlich sein, der FCN hat sich diesen Sieg auf ALLEN Ebenen verdient. Aber jetzt soll es genug sein, mit der Gastfreundschaft. Die nächsten drei Punkte haben in Innsbruck zu bleiben!

Alles Gute – Jennifer und Mike

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Am Samstag haben sich Jennifer und Mike das Jawort gegeben. Das tivoli12 magazin gratuliert den beiden recht herzlich. Natürlich haben auch wir vom Fanclub Inventar es uns nicht nehmen lassen, da zu gratulieren, Mike, unsere „Stimme der Kurve“ hat immer für alle und jeden ein offenes Ohr und setzt sich sehr für seine Kurve ein. Es bleibt den Beiden nur sehr viel Glück zu wünschen. Auch, wenn Mike jetzt unter der Haube ist und der FCW nicht mehr die erste Geige spielt, so bleibt zu hoffen, dass uns die Beiden auf ewig erhalten bleiben!

Unsere Damenmannschaft hat gegen Linz Kleinmünchen mit 0:2 verloren. Die „Herren II" lieferten hingegen ein weiteres Spektakel ab und siegten bei der SPG Tulfes Rinn mit 4:3 und befinden sich auf dem vierten Tabellenplatz. Zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter Natters 1b. Für die Herren Kampfmannschaft geht es am Samstag um 18.30 Uhr gegen Mayrhofen weiter. Was für die Mannschaft gilt, gilt auch für unsere Fans: NICHT nachlassen!

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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