Walter Kogler und Marcel Schreter nach dem Spiel
Denkbar knapp hat der FC Wacker Innsbruck den Aufstieg in die nächste Runde des Österreichischen Cupbewerbs verpasst. Das tivoli12 magazin bat Trainer Walter Kogler und Torschütze Macel Schreter kurz nach Spielende vors Mikro.





koglerWalter, wieder verabschiedet sich der FC Wacker Innsbruck vorzeitig aus dem Cup.




Leider sind wir ausgeschieden. Wir haben es in die Verlängerung geschafft, aber letztendlich hat ein sehr schöner Spielzug der Austria das entscheidende Tor gebracht. Damit war für uns auch nichts mehr zu holen.

Wir haben lange Zeit sehr gut mitgehalten. Was gab den Ausschlag für die Niederlage?



Unsere Vorgabe ist es immer, Räume eng zu machen und den Gegner mit gutem Forechecking, mit gutem Pressing in Verlegenheit zu bringen. Heute ist uns das teilweise gelungen, aber letztlich hat es doch nicht gereicht. Ich denke, die Austria hat die besseren Torchancen gehabt, aber in der ersten Halbzeit der Verlängerung hatte ich das Gefühl, die Austria rennt sich etwas tot. Da dachte ich, wir könnten das entscheidende Tor machen. Aber dann kam die schöne Aktion der Austria und das Match war entschieden.

Insgesamt hatten die Wiener mehr Torchancen.



Wir haben im Spiel einige kritische Situationen zu überstehen gehabt. Das haben wir geschafft. Eben in jener Phase, in der ich gemeint habe, das Pendel könnte in unsere Richtung ausschlagen, hat die Austria zugeschlagen.

In der Verlängerung hast du mit Svejnoha einen Mittelfeldspieler gebracht. Warum kein zusätzlicher Stürmer?



Boris Prokopic war im zentralen Mittelfeld müde. Um Stabilität hineinzubekommen, haben wir Svejnoha gebracht. Damit Boris mehr für die Offensive tun kann und wir mit Svejnoha und Abraham defensiv besser stehen. Das ist auch gelungen. Die Verlängerung haben wir bis auf das Tor eigentlich kontrolliert.

Kannst Du kurz die Situation beim entscheidenden Gegentor analysieren?



In der Situation versuchen wir sonst nicht auf abseits zu spielen, weil es gefährlich ist, wenn der Gegner den ganzen Platz vor sich hat. Der Passgeber war nicht unter Druck. Mann kann aufrücken, wenn der Passgeber unter Druck ist, aber nicht wenn sich der Passgeber aussuchen kann, wo er hin spielt. Da muss man sich eher fallen lassen. Das machen wir normalerweise anders.

Beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams in Wien konnte der FC Wacker Innsbruck klar mit 3:0 gewinnen. Worin lag heute der Unterschied zum damaligen Spiel?



Ein paar Kleinigkeiten. Die Austria war damals fast etwas ballsicherer, heute haben sie aber nach vorne besser gespielt. Da haben wir Probleme gehabt. Wir waren in der Defensive schlechter als damals. Das war der Unterschied.

schreterMarcel, der FC Wacker Innsbruck war nah dran am Aufstieg. Die Enttäuschung muss groß sein.



Nach 120 Minuten in den Beinen ist die Enttäuschung natürlich sehr, sehr groß, weil wir hier sehr gut mitgespielt haben. Wir haben in der 1.Halbzeit gute Chancen gehabt. Auch ich. Da hätte ich etwas kaltschnäuziger sein müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr diese Chancen vorgefunden. Austria stand wesentlich tiefer. Wir hatten mehr Ballbesitz aber es ging nichts mehr. Natürlich dürfen wir dieses blöde Tor nicht kassieren.

Die Chancen auf den Aufstieg waren vorhanden. Die Tore konnten leider nicht erzielt werden.



Ja, sicher ist die Chancenverwertung auch mit ein Grund. Auch ich habe in der 1. Halbzeit ein paar Chancen vorgefunden, war aber nicht kaltschnäuzig genug.  Hinten waren sie anfällig, da wäre schon mehr drinnen gewesen. In der 2. Halbzeit haben sie darauf reagiert und sind hinten besser gestanden. Da haben wir richtige Ballstafetten gehabt und ca. 2 Minuten den Ball gehalten.

Lange hatte man den Eindruck beide Teams wollen ins 11er schießen. Wie hast du die Situation zum entscheidenden Gegentor gesehen?




Sie haben sich zurückgezogen, weil sie auch ziemlich müde waren. In dieser Phase haben wir die Kugel ganz gut laufen lassen. Dann haben wir dieses blöde Tor bekommen. Es war kein Abseits, aber da darf man auch nicht auf abseits spielen. Sonst haben sie auch keine Chance mehr gehabt.

Zum Schluss hat man noch einmal alles nach vorne geworfen, der Erfolg blieb aber aus.



Die Möglichkeit waren dann natürlich da. Wir haben es mit hohen Bällen probiert, aber der Gegner ist natürlich mit seinen großen Spielern hinten drin. Es war schwierig. Wir haben zum Schluss noch einmal alles versucht das Tor zu machen, aber 120 Minuten sind einfach nicht ohne.






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Christian Hummer Christian Hummer

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