Auch dank Michael Madl durfen wir in letzter Zeit wieder öfters jubelnAuch dank Michael Madl durfen wir in letzter Zeit wieder öfters jubeln

Für Fußballinsider war Michael Madl schon länger ein Begriff, doch seit der U20 Weltmeisterschaft im Sommer kennt ihn ganz Fußballösterreich. Im vorweihnachtlichen Interview mit der Online Redaktion erzählt der gebürtige Steirer über die Gründe seines Wechsels nach Innsbruck und wer ihn in schwierigen Fragen berät. Abgesehen davon lest ihr garantiert keine weitere Geschichte zum „rot-weiß-roten Sommermärchen" der U20 Nationalmannschaft.



Online Redaktion: Du bist am 31.8.07, im wahrsten Sinne des Wortes, um 5 vor 12 nach Innsbruck gewechselt. Wie lief der Transfer damals ab?

Michael Madl: Den Kontakt zu Wacker Innsbruck gab es schon ein paar Tage vor dem 31. August. Ich sah bei Austria Wien keine Perspektive mich dementsprechend weiterzuentwickeln, ich wollte einfach nur spielen, den Sprung von der Red Zac in die Bundesliga schaffen. Davon abgesehen wollte mich Herr Söndergaard. Er vermittelte mir, dass er auf mich bauen wird. Außerdem kannte ich ihn schon aus seiner Zeit, als er bei Austria Wien tätig war. Daher war ich sehr froh, als sich Herr Kraetschmer und Herr Stocker kurz vor Ablauf der Transferfrist einigen konnten.

Online Redaktion: Wer berät dich in solchen Momenten?

Michael Madl: Mein Berater ist Max Hagmayr, der mir auf Grund seiner immensen Erfahrung in diesem Geschäft sehr weiterhilft. Auch meinen Vater beziehe ich in solche Entscheidungen mit ein. Unterm Strich entscheide ich aber selber, was meine fußballerische Karriere betrifft.

Online Redaktion: Welche Beweggründe waren für dich ausschlaggebend von einem Meisterschaftsaspiranten zu einem Verein zu wechseln, der gegen den Abstieg spielt zu wechseln?

Michael Madl: Wie bereits erwähnt, ich wollte in die Bundesliga, mich auf höherem Niveau weiterentwickeln. Da war das Angebot seitens des FC Wacker Innsbruck goldrichtig. Innsbruck verfügt über ein tolles Stadion, Wacker Innsbruck hat tolle Fans und der Verein viel Tradition. So gesehen freute ich mich auf die Herausforderung Wacker Innsbruck.

Online Redaktion:
Wo siehst du Unterschiede zwischen Austria Wien und dem FC Wacker Innsbruck?

Michael Madl:
Ein Unterschied ist sicherlich, dass es bei der Austria bessere Trainingsbedingungen gibt, mehr Plätze. Sonst wird in beiden Vereinen ähnlich professionell gearbeitet. Unabhängig davon, gibt es einen wesentlichen Unterschied: Die Medienlandschaft in Wien ist sicherlich schärfer. Hätte es in Wien so einen Negativlauf wie in Tirol gegeben, wären die Medien mit der Mannschaft sicherlich härter ins Gericht gegangen.

Online Redaktion: Dein Einstand war optimal. Du hast ein Tor gegen Rapid erzielt. Dann gab es aber auch die Rote Karte in Kärnten. Wirft das einen jungen Spieler, wie du es bist, in irgendeiner Form aus der Bahn?

Michael Madl: Ach, sowas passiert im Profifußball. Da muss man drüber stehen, die Sache abhaken. Interessant wird es, wenn man mal fünf, sechs Spiele in Folge schwach spielt. Dann sieht man wer zu einem steht und einem den Rücken stärkt!

Online Redaktion: Eine Frage die die Wacker Innsbruck Fans brennend interessiert ist, wirst du auch im Frühjahr im Schwarz-Grünen Dress am Tivoli zu sehen sein (Anm. d. Red. Austria Magna hat die Möglichkeit Michael Madl im Winter nach Wien zurückzuholen)?

Michael Madl: Bis jetzt hat sich niemand von der Austria bei mir gemeldet. Ich gehe fest davon aus, dass ich auch im Frühjahr regelmäßig in Innsbruck zu sehen bin.

Online Redaktion: Du bist aktueller U21 Nationalspieler, warst bei der erfolgreichen U20 WM in Kanada Leistungsträger. Wo verbringst du den Sommer 2008?

Michael Madl:
Gute Frage. Es wäre natürlich ein Traum bei der Europameisterschaft mit dabei zu sein, aber im Moment gibt es speziell auf der Innenverteidigerposition ein Überangebot an guten Spielern. Außerdem muss ich im Frühjahr meinen Militärdienst antreten, es wird also schwer für mich. Aber wie gesagt träumen darf man!

Online Redaktion:
Wer wird Meister und wo landet der FC Wacker Innsbruck am Ende der Saison?

Michael Madl: Wenn wir weiterhin so auftreten wie in den letzten Spielen, dann ist Platz acht realistisch. Wir sind qualitativ sicherlich über Altach anzusiedeln. In der Meisterfrage befürchte ich, wird sich Red Bull Salzburg durchsetzen. Die anderen Vereine, auch Austria Wien haben ihnen im Herbst zu sehr in die Karten gespielt.

Wir danken für das Gespräch!

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