b_350_1200_16777215_00_images_201516_Interviews_grumser.jpgAm Samstag starten die Amateure des FC Wacker Innsbruck mit dem Auswärtsspiel in Dornbirn in die neue Saison der Regionalliga West. Höchste Zeit also sich mit den Entwicklungen bei der zweiten Herrenmannschaft auseinander zu setzen. Zu diesem Zweck traf sich das tivoli12 magazin mit Amateure Trainer Thomas Grumser zum Gespräch.




Zum Einstieg ein kurzer Rückblick auf die letzte Saison. Wie zufrieden bist du mit der Entwicklung 2014/15?


Rückblickend war es okay, aber nicht mehr. Speziell das Frühjahr war etwas besser als der Herbst. Die Leistung beurteile ich ähnlich. Das Frühjahr war ein Schritt nach vorne, weil wir auch die Leistungen dementsprechend in Ergebnisse ummünzen haben können. Dies ist uns im Herbst nicht immer gelungen.
Gut funktioniert hat die Offensive, auch, wenn wir viele Chancen liegen gelassen haben. Wir stellten die drittbeste Offensive der Liga (Anmerkung: 58 Toren) mit einer sehr jungen Mannschaft. Auf der anderen Seite ist man in der Defensive etwas zu nachlässig gewesen. Mit 61 erhaltenen Toren ist man im Schlussfeld der Liga. Sowohl im Sommer haben wir das sehr genau trainiert, aber natürlich werden wir auch das weiterhin im täglichen Training verbessern. Trotzdem sind wir von unserer offensiven Spielweise überzeugt und werden diese auch beibehalten.

Wir haben die Gegentore sehr genau analysiert und haben da einige Defizite festgestellt, die sich im individuellen Bereich abspielen und wenig bis gar nichts mit der Taktik zu tun hat. Beispielsweise Fehler in der Spieleröffnung, zeitweise Abschlussschwäche, den entscheidenden Zweikampf nicht gewinnen können oder „Blackouts". Das bedeutet, dass wir immer wieder Rückständen hinterherlaufen müssen. Wir haben das auch beim Testspiel gegen Wattens (Anmerkung: 6:3 Niederlage) gesehen, wo wir sehr früh einen Gegentreffer kassiert haben und uns heran kämpfen konnten. Desweiteren spielt natürlich auch fehlende Routine mit in die Situation hinein. Man kommt in einen Rückstand und dann muss man diese auch anders lösen. Wir wissen jedoch, wo wir besser werden müssen und dadurch, dass die Spieler älter werden und diese Erfahrung gemacht haben, kann man darauf aufbauen.

 

Kommen wir zur neuen Saison. Wann wurde die Vorbereitung gestartet und wie konnte man diese bisher gestalten?

Die Vorbereitung wurde am 22. Juni nach 2 ½ Wochen Urlaub wieder mit sportmedizinischen Tests eingeläutet. In den letzten Wochen haben wir sechs bis sieben Einheiten gehabt und werden am Ende der Vorbereitungszeit sechs Testspiele absolviert haben. Gegen SV Axams, Wattens, Kufstein und Eintracht Frankfurt haben wir schon getestet. Noch ausständig sind die Spiele gegen Fügen und Genua, das auch ein Highlight zum Abschluss der Vorbereitung darstellt. Am 25. Juli starten wir dann mit dem Auswärtsspiel in Dornbirn in die Saison. Die Trainingsbedingungen waren gut, weil wir den Platz in Rinn bekommen haben und somit in Ruhe arbeiten haben können.

Wir haben natürlich wieder neue Spieler und die brauchen natürlich auch etwas Zeit, bis sie unsere Spielidee verinnerlicht haben. Wir arbeiten doch etwas anders gegen den Ball, als beispielsweise in der Akademie. Generell sind wir auf einen guten Weg, auch, wenn die zwei Testspielniederlagen gegen Wattens (Anmerkung: 6:3 Niederlage) und Eintracht Frankfurt (Anmerkung: 4:0 Niederlage) doch etwas hoch ausgefallen haben. Gegen Wattens haben wir in der ersten Halbzeit mit der derzeitigen Startformation gespielt und in der zweiten Halbzeit viel rotiert. Spieler aus dem Jahrgang 1998 haben natürlich gegen Spieler, wie jene von Wattens, einfach das Nachsehen. Eintracht Frankfurt ist natürlich ein anderes Kaliber, auch, wenn wir natürlich zwei sehr gute Chancen vorgefunden haben.

Welche Veränderungen wurden gemacht?

Wir haben das Augenmerk darauf ausgerichtet, dass wir den Kader sehr ausgeglichen gestalten und es geschafft haben alle Positionen zweifach zu besetzen. Einige Positionen, die von uns als Risikopositionen angesehen wurden, sogar dreifach. Alles in allem haben wir einen 25 Mann Kader. 22 Feldspieler und drei Torhüter. Das für ein Amateurteam eine sehr gute Situation ist.

Nach oben abgegeben haben wir Rami Tekir und Michael Augustin. Verlassen hat uns Michael Opuhac in die Reichenau. Tobais Auckenthaler, der zurück zu Wattens gegangen ist und Benjamin Fodor nach Schwaz.

Zu uns gestoßen sind sechs neue Spieler. Aus der U16 der Akademie sind dies Philipp Riegler (aktueller U16 Nationalteamspieler) und Alexander Eckmayr. Aus der U18 der Akademie wurden Stefan Pribanovic, Misel Kalinovic und Thomas Herwig verpflichtet. Von Schwaz kommt David Stoppacher und aus Wattens kehrt Marco Hesina wieder nach Innsbruck zurück. Georg Reisberger wurde aus Unterhaching verpflichtet, der uns im Training und den Vorbereitungsspielen überzeugen konnte.

Wir sind also noch jünger geworden und haben die Vorbereitungsspiele mit einem Schnitt von 18 Jahren bestritten. Trotzdem denke ich, dass der Weg stimmt und jetzt bekommt halt die nächste Generation die Chance sich zu beweisen.

Im Trainerteam konnten wir mit Dominik Bichler einen alten Bekannten, der in der Saison 2010/11 schon für die zweite Mannschaft gespielt hat, als eigenen Tormanntrainer verpflichten. Daniel Grumser wird uns als Videoanalyst zur Verfügung stehen.

Der Wechsel von Michael Opuhac ist doch etwas überraschend, konnte er doch schon mit ins Trainingslager der Kampfmannschaft fliegen. Was waren die Gründe?

Im Endeffekt hat er den Trainer nicht von sich überzeugen können. Wir wollten ihn zwar in der zweiten Mannschaft des FC Wacker Innsbruck halten und haben ihm ein Angebot gemacht. Er hat sich dennoch für einen Abgang zur SVG Reichenau entschieden.

Welche Ziele gibt es für die Saison 2015/16?

Wir wollen natürlich erneut einen Schritt nach vorne machen, jungen Spielern die Chance geben sich für die Kampfmannschaft zu präsentieren und natürlich die Spiele gewinnen.

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Alexander Riedling Alexander Riedling

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