Weiterlesen: Lust und FrustBlickt man auf die beiden Unentschieden im heimatlichen Tivoli gegen Kapfenberg und Ried, erkennt der Fußballfan die so unterschiedlichen Gefühle nach einer Punkteteilung. Während unser FC Wacker Innsbruck gegen die Steirer in buchstäblich letzter Sekunde den Sieg vergab, gelang gegen die schwarz-grünen Oberösterreicher ein Punktegewinn.

Weiterlesen: 2000 Beiträge und kein bisschen weiseWo diskutiert man in Sachen Fußball am häufigsten? Natürlich im Freundeskreis, bei Stammtischen, in Betrieben, Fußballplätzen und eben in den Foren des FC Wacker Innsbruck. Aber zurzeit ist es überall dasselbe. Ärger, Kopfschütteln und Resignation sind die Begleiter der Diskussionen überall rund um den Tiroler Traditionsverein. Die Verweigerung der Lizenz für das nächste Spieljahr war für viele ein Schock. Da ist man froh, wenn man auf unserer Homepage und in den Zeitungen Neuigkeiten erfährt. Die hat man erfahren. Und wie…

Weiterlesen: Oh, du mein armes SalzburgSalzburg ist unsere kürzeste Auswärtsreise überhaupt. Mit dem Bus knapp zwei Stunden, mit dem Auto noch weniger. Da haben uns die Salzburger etwas voraus. Da Vorarlberg nicht mehr in der Liga vertreten ist, kommen sie bei jeder Auswärtsfahrt in den Genuss, zwei Stunden eher am Ziel zu sein als die Unseren. Trotzdem kommt der Regionalligist Austria Salzburg mit mehr Leuten nach Tirol, als unser Meister auswärts vertreten ist. Schwach sage ich nur, was das Dosenimperium da zusammenbringt. Kein Wunder, wenn man mit eigenen Fans auch so umgehen sollte, wie sie es mit ihren Gästen im „Rindviecherstall“ tun...

Weiterlesen: Das Glashaus, das keines mehr istMan sagt, Entschlossenheit im größten Unglück sei der erste Schritt zur Besserung. Ein Synonym, das derzeit auch gut auf den FC Wacker Innsbruck umgemünzt werden könnte. Den vielen Fans bleibt mittlerweile nichts anderes übrig, als mit Support und Stimmung eben jene Entschlossenheit am Leben zu halten, die möglicherweise das Unvermeidliche doch noch zu verdrängen vermag. So sehr der Einzelne den Aussagen des Obmanns, der Geschäftsstelle oder anderen Vereinsverantwortlichen Glauben schenken mag, bleibt am Ende nichts anderes als Hilflosigkeit. Da helfen auch die warmen Worte von Georg Pangl wenig. Was mag in jenen Fans und Mitgliedern vorgehen, die Schwarz-Grün seit Jahren und Jahrzehnten im Herzen tragen, schon so viel erlebt haben und seit Monaten mit so tollen Erlebnissen im Stadion für so vieles entschädigt wurden? Es ist, als ob jemand aus einem Rausch mit einem deftigen Kater wieder aufwacht.

Weiterlesen: So eine Pleite aber auch…Man stelle sich vor, man ist Aufsteiger. Spielt ein grandioses erstes Viertel der Meisterschaft. Ist Tabellenführer und hat einen neuen Rekord aufgestellt: „Bester Aufsteiger, seit Einführung der Bundesliga“!!! Zwar lässt der, von vielen prognostizierte Einbruch im zweiten Viertel nicht lange auf sich warten. Nach einigen unglücklichen Spielen ist man plötzlich nur mehr achter. Aber immer noch weit weg von einem Abstiegsplatz. Sehr weit sogar. 


Das dritte Viertel beginnt verheißungsvoll und am Ende hat man in diesem nur einmal verloren. Gegen das bis dahin, stärkste Auswärtsteam der Liga. Erholt sich aber postwendend wieder und plötzlich ist man nur noch zwei Pünktchen vom dritten Platz entfernt. Da fängt so mancher zum Phantasieren an. Was wäre wenn…. Und trotzdem wird man nach einer Niederlage gegen einen Titelaspiranten medial zerfleischt.

Man darf die Rechnungen aber nie ohne die Gegner machen. Die stehen mit den Rücken zur Wand. Millionenklubs wird von Armenhäuslern, wie etwa dem FC Wacker Innsbruck oder der SV Ried, das Fürchten gelehrt. Auch der Dritte im Bunde, KSV Kapfenberg kann da die eine oder andere Überraschung liefern. Was ist da los, in Österreichs Bundesliga?

Nun gegen Ende der Meisterschaft stehen die Großklubs unter Strom. Teilweise werden Trainer gewechselt um die Schubumkehr zu schaffen. Sie müssen sich endlich zusammenreißen, sonst blamiert man sich aber gewaltig. Ein um ein vielfaches höheres Budget als die „kleinen“ verpflichtet die Großklubs zum Erfolg.  Bei einem solchen Verein kann man schon sagen, dass er finanziell um fast 20 Mal mehr Möglichkeiten besitzt als unser Wacker. Das sind schon Unterschiede. Finanziell ja, am grünen Rasen waren es bis zur letzten Runde gerade einmal zwei Pünktchen.

Nun fängt man zum Träumen an. Gerade die Medien, die dieses Spielchen ja nur zu gut kennen. "Europa wir kommen." Ist ja so leicht. Man braucht nur den „selbsternannten“ Rekordmeister und dann den Meister schlagen. Gegen Kapfenberg gewinnt man sowieso im vorbeigehen und Mattersbrurg ist eh der Lieblingsgegner. Ried ist schwach, Austria sollte kein Stolperstein sein und gegen Sturm haben wir schon einmal gewonnen in dieser Saison. So gesehen, wäre ja noch der Meister möglich gewesen. Und dann sind sie plötzlich aufgewacht, unsere Medien…

Im Spiel um die letzte Chance für Rapid gaben diese alles. Spielten konzentriert und überlegen und waren zum ersten (!!!) Mal in dieser Saison die Besseren gegen unsere Burschen. Wir hatten der erst zweiten Niederlage in diesem Frühjahr nicht viel entgegenzusetzen. Der FCW erwischte einen rabenschwarzen Tag. Das soll es auch hin und wieder geben.


Für die Medien Grund genug alles in Frage zu stellen und von einer Megapleite zu schreiben. Angefangen von der Zeitung, wo so mancher Redakteur nicht einmal weiß, wie man unseren Namen ausschreibt  (Ignoranz?) und die, wenn es den Verein einmal nicht so gut geht, gleich ihr Sponsoring reduziert, bis hin zum Boulevardblattl über das sich das Tivoli wundert.


Ich sah keine Megapleite. Ich sah ein verlorenes Spiel gegen einen Titelaspiranten, der im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Rücken zur Wand stand. Unser Team hat wahrscheinlich selbst geglaubt, was eine Woche zuvor in gerade diesen Medien stand. "Wir sind reif für Europa und sooo gut".  Ja, ja, die Medien - Schreiben halt lieber über Sensationen und Ausschreitungen, bei denen irgendwo in der Stadt ein Radl umfällt, als über die wahren Probleme des Vereins. Ob das die Leute wirklich interessiert?

Ich möchte nicht, dass unsere Leser vergessen, dass wir eine sensationelle Saison spielen. Mit dem Abstieg nie etwas zu tun hatten und sechs Runden vor Schluss bereits 42 Punkte am Konto haben. Kritik ist gut, aber es kommt immer auf das Wie an und es wäre weit hilfreicher über jene Knüppel einmal zu berichten, welche dem FC Wacker Innsbruck so manches Mal vor die Beine geknallt werden. Denn die gibt es noch immer zuhauf. Das schmeckt aber nicht jedem und darum schreibt man lieber über Pleiten, die in Wirklichkeit keine sind….

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