Kobolde und GlückDie Zeit um den Jahreswechsel ist eine, in der man auf das abgelaufene Jahr zurückblickt und Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen für das kommende formuliert. Mancher hat bereits unter dem Weihnachtsbaum viele Geschenke geöffnet, mir allerdings sind erst jetzt besondere Päckchen in die Hände gefallen, die für meinen Lieblingsklub in Schwarz-Grün bestimmt sind und die Spezielles und Märchenhaftes enthalten.

Ein kleines Packerl mit schwarzem Papier und kleinen goldenen Sternchen enthält einen schwachen Kobold, der meint, leider nur mit 16 Punkten gefüttert worden zu sein. Da werden mehr als doppelt so viele nötig sein, um auch das Jahr 101 in der Vereinsgeschichte in der höchsten Spielklasse Österreichs verbringen zu dürfen. Hier sind alle in den ersten Monaten des Jahres 2014 gefordert, um dieses Ziel gemeinsam zu ermöglichen und vor allem die Spieler der Kampfmannschaft sollten sich um diesen zarten Wicht besonders annehmen. Er würde sich ganz besonders darüber freuen.

Das nächste große Geschenk ist in sattes Grün gehüllt. Darin verbirgt sich der Kobold Gesundheit. Diese können die zahlreichen verletzten und angeschlagenen Spieler des FC Wacker Innsbruck sicherlich sehr gut gebrauchen, um im Frühjahr so richtig Gas geben zu können und mit erfolgreichen Spielen die Herzen ihrer Fans zu erwärmen. Er meint schuldbewusst, den Weg ins Tivoli so lange nicht gefunden zu haben, aber jetzt wolle er endlich in dieser wunderschönen Umgebung bleiben.

Aus dem nächsten Karton dringt nach dem Öffnen dunkler Rauch. Dadurch ist nicht zuerst nicht genau auszumachen, wer oder was sich darin versteckt. Dieser verzieht sich und die Gestalt des neuen Trainers Michael Streiter taucht auf. Zu wünschen ist, dass er es schafft, den schwarz-grünen Spielern wieder Selbstvertrauen zu geben und diese so an jene Leistungen anknüpfen können, die sie zu Saisonbeginn gezeigt haben. Allerdings wird hier noch ein wichtiger Kobold gesucht, der den neuen Trainer tatkräftig unterstützt. Oder muss man im „Zeitalter des Sparens“ darauf verzichten?

Aus der in Schwarz gehüllten Dose springt mir ein ganz lebendiger Kobold entgegen. Was will dieser unter dem feierlichen, mit vielen Kärtchen mit den besten Wünschen geschmückten Baum? Er stellt sich als Mut vor. So will er die Vereinsführung unterstützen, um richtungsweisende Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Dabei wäre ein Blick über den Tiroler Tellerrand mehr als wünschenswert. Sponsoren und Unterstützer für den Traditionsverein sollte es in allen österreichischen Bundesländern und darüber hinaus geben. Den Spielern will der kleine Kobold verstärkt bei kritischen Situationen vor dem eigenen Tor unter die Arme greifen und so für weniger Gegentreffer sorgen.

Das nächste Päckchen enthält eine Karte mit einem großen Danke darauf. Der Rückseite entsteigt der nächste wackere Kobold und erläutert mir, wie dies zu verstehen sei. Den Kunden des Wackerladens in der Innsbrucker Altstadt wird für das fleißige Kaufen der Fanartikel Anerkennung ausgesprochen und dann auf die künftige Entwicklung hingewiesen. Im Tivoli werden ein Cafe, ein kleines Museum und der neue Wackerladen entstehen. All das soll einen so richtig schönen Mittelpunkt für die Wackerianer und all jene, die es noch werden wollen, bilden. Da kann man nur gutes Gelingen wünschen.

Aus dem nächsten Gefäß rollen schwarz-grüne Perlen. Was ist denn das? Eine hübsche Grüne beginnt zu meinem großen Erstaunen zu sprechen. Ich bin eine Vertreterin der Damenabteilung und möchte für das kommende Jahr keinerlei Diskussion mehr über unser Fortbestehen hören. Da mischt sich eine kleine quirlige schwarze Perle ein, die ihr zustimmt und meint, auch wir Nachwuchsteams sind wichtig für den Verein, weil wir seine sportliche und finanzielle Zukunft garantieren. Auch eine zur Hälfte grüne und schwarze Perle erwacht und flüstert, an mir seht ihr den Beweis für eure Aussagen, denn ich schaffe hoffentlich im kommenden Jahr den Sprung von der Regionalliga in die Bundesliga.

Dann fällt mir ein weiteres Päckchen in die Hände. Vorsichtig öffne ich die goldene Schleife und hebe den Deckel hoch. Ein ganz kleiner, fast zerbrechlich wirkender Kobold öffnet verschlafen seine Äuglein. Ob er auch etwas mitbringt oder sagt? Ich stehe für einige neue Ideen und Projekte, aber noch hat man sich mit mir nicht so recht beschäftigt. Ich brauche vor allem tatkräftige überzeugte Schwarz-Grüne um mich, die mich mutig, unabhängig und eigenständig unterstützen, bringt er fast schüchtern hervor. So helfe ich ihm aus seiner Schachtel heraus und setze ihn in meine Hand. Auf meine Hilfe kannst du zählen, versichere ich ihm. Er zeigt auf die letzte ganz versteckte Schachtel.

In dieser finde ich zahlreiche Glücksbringer. Ein Rauchfangkehrer verspricht mir, einige Stolpersteine bei der Sponsorensuche aus dem Weg zu räumen. Ein rosa Schweinchen mit einem vierblättrigen Kleeblatt im Mäulchen flüstert mir zu, die fehlenden Zentimeter oder Millimeter zu bringen, die bei so manchem Torschuss zum Treffer im Herbst gefehlt haben. Man könnte ja fast meinen, alles Glück sei im letzten Jahr in Wolfsberg aufgebraucht worden. Ein goldenes Hufeisen legt sich für den sicheren Halt auf allen Spielflächen ins Zeug und ein frecher Fliegenpilz will für den entsprechenden Spielwitz bei allen Teams sorgen.

Ob bei so vielen Kobolden und Glücksbringern noch etwas schief gehen kann? Wir werden es erleben und fiebern einem hoffentlich erfolgreichen schwarz-grünen Jahr 2014 entgegen.

 

 

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Heidi Roznovsky Heidi Roznovsky

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