b_350_1200_16777215_00_images_202021_Rund_um_Wacker_einmal_keinmal.jpgDie meisten Fans des FC Wacker Innsbruck wissen, dass Michael Streiter mit 482 Einsätzen (zwei mehr als Ali Hörtnagl) der Rekordspieler des Tiroler Traditionsvereins ist, dass kein anderer als Peter Pacult mehr Tore (147) geschossen hat, oder dass Marco Hesina mit 15 Jahren 5 Monaten und 14 Tagen der jüngste Spieler war, der sein Debüt im Profiteam gab. Der jüngste Torschütze im Profiteam ist Felix Mandl (2. Liga, 17 Jahre 1 Monat 12 Tage), der jüngste Bundesligatorschütze ist Matthäus Taferner (18 Jahre 3 Monate 25 Tage) und im Cup war der jüngste Torschütze Manfred Linzmaier (17 Jahre 11 Monate 13 Tage). Doch wie schaut es auf der anderen Seite der Rekordliste aus? Wer waren die Spieler, die lediglich ein einziges Mal für die Profimannschaft der Schwarz-Grünen auflaufen durften? In dieser Serie erinnern wir an diese Spieler, von denen es tatsächlich gar nicht so wenige gibt.

Werner Hebenstreit (Saison 1984/85)

Die Serie der Spieler mit nur einem Pflichtspiel (Meisterschaft, Pokal, Europacup, Mitropacup) beginnt mit dem einzigen Torhüter in dieser Liste - Werner Hebenstreit. Der 1959 geborene Tormann kam insgesamt auf über 100 Bundesligaspiele, für den damaligen SSW Innsbruck steht aber nur ein Einsatz zu Buche. Hebenstreit kam über Kapfenberg, Simmering und Union Wels nach Innsbruck. Der holländische Trainer Cor Brom setzte aber auf Hermann Steinlechner als Nr. 1.

Nach zunehmender Kritik an Steinlechner im November 1984 schien die Stunde für Hebenstreit gekommen. Gegen Austria Wien stand er in der Startelf. Doch Hebenstreit hatte in der Mannschaft kein gutes Standing, dementsprechend angeschlagen war sein Nervenkostüm und als er gleich in der ersten Minute den Ball aus dem Tor holen musste, nahm das Unheil seinen Lauf. Das Spiel endete schließlich mit 0:4 und die Karriere in Innsbruck war für den Tormann schon wieder vorbei.

Für sein Studium (BWL) legte Werner Hebenstreit dann eine Pause ein, spielte danach noch für den Wiener Sportclub, die Vienna und Admira Wacker. Eine späte Genugtuung durfte Hebenstreit als Tormann der Südstädter im April 1990 erfahren. Im Supercup gegen Ernst Happels FC Swarovski Tirol hielt er alle Innsbrucker Elfmeter und Admira gewann das Elferschießen mit 3:0.


Bernhard Foidl (1997 - 2000)

Bernhard Foidl, geboren 1977, kam über Fieberbrunn und das BNZ Tirol zum damaligen FC Tirol. Foidl spielte von 1997 bis 2000 in der Amateurmannschaft und hatte nur einen einzigen Pflichtspieleinsatz für die Profimannschaft der Innsbrucker. Im Frühjahr 1999 kam der Verteidiger beim Heimspiel gegen die Wiener Austria in der Schlussphase für Markus Scharrer ins Spiel und absolvierte 12 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt führte der FC Tirol mit 3:0, das Spiel endete 4:1.

Da die Amateurmannschaft im Sommer 2000 mit dem ISK eine Spielgemeinschaft bildete kam er übergangslos zum Innsbrucker Sportklub und wechselte später zur SPG Axams/Götzens.

Wolfgang Sitzenfrey (1990 - 1992)


Wolfgang Sitzenfrey, geboren 1971, kam vom Innsbrucker SK über den SK Rum zum damaligen FC Swarovski Tirol. Er spielte in der U21 und wurde 1991 und 1992 mit dieser Mannschaft österreichischer U21-Vizemeister. In der Kampfmannschaft kam er nur zu einem einzigen Einsatz. Beim 2:1 gegen den SV Hall in der 3. Runde des ÖFB-Cups im Oktober 1991 spielte der Mittelfeldspieler über die volle Distanz.

1993 wechselte er zum SK Rum in die Westliga und spielte später noch bei Telfs in der Tiroler Liga.


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